Verdi sieht Masken in Kitas kritisch - kleine Gruppen empfohlen

BERLIN (dpa-AFX) - Die Gewerkschaft Verdi sieht den Einsatz von Masken in Kitas kritisch. Es sei unwahrscheinlich, dass die Kinder beim Spielen Masken tragen und die auch noch korrekt sitzen, teilte Verdi am Dienstag mit.

Aus Sicht der Gewerkschaft müssen für eine Ausweitung der Betreuung während der Corona-Pandemie verschiedene Kriterien vorliegen. In einem Positionspapier empfiehlt Verdi unter anderem eine Gruppengröße von maximal fünf Kindern, um die Kontaktkreise möglichst klein zu halten. Außerdem sollen die Kitas demnach im Eingangsbereich eine Begrüßungs- und Verabschiedungszone für Eltern einrichten und die Abholzeiten zeitlich staffeln, damit sich so wenig Menschen wie möglich begegnen. Die Betreuer sollen in festen Schichten arbeiten, sich nach Möglichkeit nicht begegnen und Arbeitskleidung gestellt bekommen, die bei 60 Grad waschbar ist, hieß es.

Die Bundesländer arbeiten derzeit gemeinsam mit dem Bund an einem Konzept, wie Kitas und Kindergärten schrittweise wieder geöffnet werden können. Elternvertreter, Pädagogen und Familienpolitiker hatten beklagt, dass für jüngere Kinder bisher eine Perspektive fehlt, wann und wie sie wieder in Gruppen betreut werden können. Die Notbetreuung für Kinder, deren Eltern am Arbeitsplatz gebraucht werden, hatten die Länder zuletzt ausgeweitet.