Verdi plant nach Ostern bundesweite Warnstreiks im öffentlichen Dienst

An der ersten Warnstreikwoche im öffentlichen Dienst haben sich laut Verdi insgesamt rund 70.000 Beschäftigte von Bund und Kommunen beteiligt. Für die Tage nach Ostern kündigte Verdi-Chef Frank Bsirske am Freitag in Berlin "weitere starke Signale an die Adresse der Arbeitgeber" an. Die Gewerkschaft plant dann bundesweit Ausstände in allen Bereichen des öffentlichen Diensts. Bis dahin sollen regionale Warnstreiks stattfinden.

Solche regionalen Proteste sind demnach unter anderem am Samstag in Berlin und in der kommenden Woche in Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Thüringen geplant. Am Freitag wurden in Berlin die Wasserwerke sowie in Baden-Württemberg zahlreiche Ämter, Kindertagesstätten und Verkehrsbetriebe bestreikt.

Die Tarifverhandlungen für die rund 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten des öffentlichen Diensts von Bund und Kommunen sollen am 15. und 16. April in dritter Runde fortgesetzt werden. Die Gewerkschaften fordern ein Gehaltsplus von sechs Prozent, mindestens aber 200 Euro monatlich mehr.

Gleichzeitig sollen die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte um 100 Euro pro Monat erhöht werden. Zudem verlangt Verdi, Auszubildende nach erfolgreichem Abschluss verpflichtend zu übernehmen. In den ersten beiden Verhandlungsrunden legten die Arbeitgeber kein Angebot vor.