Verdi nimmt Tarifangebot für Post-Beschäftigte an

Mehr Geld für Post-Beschäftigte

Der Tarifstreit bei der Deutschen Post ist beendet. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi nahm am Dienstag das Ende Februar von dem Unternehmen vorgelegte Angebot an, nachdem der Offerte rund zwei Drittel der an einer Befragung teilgenommenen Gewerkschaftsmitglieder zugestimmt hatten. Von den mehr als 50.000 Verdi-Mitgliedern, die sich daran beteiligten, stimmten demnach knapp 68 Prozent für die Annahme.

Die 130.000 Tarifbeschäftigten bekommen laut der Gewerkschaft durch den Vertrag mit einer Laufzeit von 28 Monaten zum 1. Oktober drei Prozent mehr Geld, ein Jahr später steigen die Löhne um weitere 2,1 Prozent. Rückwirkend erhalten die Beschäftigten für April eine Einmalzahlung von 250 Euro.

Die Beschäftigten können sich statt für die Lohnerhöhung auch für zusätzliche freie Zeit entscheiden. Für die Erhöhung um drei Prozent stehen ihnen laut der Gewerkschaft 60 Stunden "Entlastungszeit" zur Verfügung, für die Anhebung um 2,1 Prozent 42 Stunden.

Die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Andrea Kocsis zeigte sich erfreut über das Votum. Das Ergebnis zeige aber auch, "dass nicht alle zufrieden sind". Die Gewerkschaft war mit einer Forderung nach sechs Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von zwölf Monaten in die Verhandlungen gegangen. Vor dem Angebot der Post machte Verdi mit Warnstreiks Druck.