Verdi fordert einheitliche Arbeitsschutzregeln bei Friseuröffnungen

Friseurgeschäft in Ludwigsburg im März

Deutschlands Friseure bereiten sich darauf vor, ab kommendem Montag unter strengen Auflagen wieder Kunden bedienen zu können. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi mahnte bis dahin bundeseinheitliche Regeln zum Schutz der Beschäftigten an. Im Falle einer Wiederöffnung müssten mindestens die Arbeitsschutzstandards der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege gelten, forderte Verdi am Dienstag.

Demnach sollen Friseure ihre Schutzmaske nach jedem Kunden wechseln und auch die Kunden solche Masken tragen müssen. Außerdem sollen Haarschnitte nur vorgenommen werden, wenn das Haar zuvor auch im Friseursalon gewaschen wird. Termine sind aus Sicht der Gewerkschaft Pflicht, um die Kundenzahl im Laden einzugrenzen. "Darüber hinaus muss allen Friseurinnen und Friseuren Schutzkleidung zum Beispiel in Form eines Kittels zur Verfügung gestellt werden, die täglich durch den Saloninhaber gereinigt wird", forderte Verdi.

Arbeitszeiterhöhungen schließen die Arbeitnehmervertreter aus: Einsätze über acht Stunden täglich oder Urlaubssperren seien "kein geeignetes Mittel, einen möglichen ersten Ansturm auf die Salons abzufangen". Für Friseure, "die ihre Kinder coronabedingt zu Hause betreuen müssen", fordert Verdi eine flexible Arbeitsplanung.