Verdi fordert vor Öffnung der Friseurläden strikte Einhaltung von Corona-Auflagen

Haarschnitt in Corona-Zeiten: Salon in Bangkok

Vor der ab Montag erlaubten Wiedereröffnung von Friseurgeschäften hat die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi eine strikte Einhaltung der Corona-Auflagen gefordert. Es gelte, die Kunden und Beschäftigten gleichermaßen vor einer Infektion mit dem Corona-Virus zu schützen, sagte die stellvertretende Verdi-Bundesvorsitzende, Christine Behle, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montagsausgaben). "Beim Schutz der Gesundheit gibt es keinen Spielraum."

Die Gewerkschafterin nannte unter anderem das in der Pandemie vorgeschriebene Tragen von Schutzmasken für Kunden und Beschäftigte, die Pflicht zur Haarwäsche vor dem Haarschnitt sowie die Vergabe von Terminen, um Ansammlungen von wartenden Kunden in den Salons zu verhindern. Auch die Abstandsregeln gelte es einzuhalten.

Verbraucherschützer raten Friseurkunden, bei möglichen Verstößen das Gespräch mit dem Betreiber zu suchen und sich notfalls ans Ordnungsamt zu wenden. Auch eine Beschwerde bei der zuständigen Berufsgenossenschaft sei möglich.

Der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks, Harald Esser, erwartet indes einen reibungslosen Neustart der Branche nach den sechswöchigen Corona-bedingten Schließungen. Mit den neuen Pandemie-Arbeitsschutzstandards sei "ganz klar geregelt", sagte Esser den Funke-Zeitungen.