Verdi begrüßt Verhandlungen von Air Berlin mit Lufthansa und Easyjet

Air-Berlin-Maschine schießt auf Sylt über Landebahn hinaus und sackt ein

Beim geplanten Verkauf der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin begrüßt die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi die Konzentration auf wenige ausgewählte Bieter. Die offenbar als Käufer in Frage kommenden Unternehmen seien Unternehmen mit "guten Tarifverträgen und einer guten Mitbestimmungskultur", erklärte Verdi am Freitag. Die Gewerkschaft erwarte nun, dass diese Unternehmen Verantwortung für die Beschäftigten von Air Berlin übernehmen und ihnen gute Zukunftsperspektiven bieten.

Air Berlin hatte am Donnerstagabend erklärt, sie wolle bis zum 12. Oktober mit Lufthansa und dem britischen Billigflieger Easyjet über den Verkauf ihrer Lufttransport-Bereiche weiterverhandeln. Hinsichtlich der sonstigen Teilbereiche der Gruppe würden die Verkaufsverhandlungen mit weiteren Bietern fortgesetzt. Medienberichten zufolge könnte es "je nach Verlauf der Gespräche" auch noch Verhandlungen mit Thomas Cook und dessen Airline Condor geben.

Air Berlin hatte Mitte August Insolvenz angemeldet, am vergangenen Freitag endete die Frist für verbindliche Kaufangebote für Unternehmensteile oder die gesamte Airline. Der Aufsichtsrat kommt am Montag zusammen, um über die Verhandlungen zu beraten.

Verdi begrüßte auch die verlängerte Bieterfrist für die Air Berlin Technik mit rund 850 Beschäftigten bis zum 6. Oktober. Sie biete eine Chance, auch für diese Sparte Lösungen zu finden. Die Techniker seien "wie die anderen Air-Berliner hochqualifizierte Fachkräfte".