Verdächtige Gegenstände: Kühltasche, Werkzeug, Klarinette - Bombenalarme in Berlin

Der Bereich vor der SPD-Parteizentrale wurde abgesperrt, nachdem dort ein verdächtiger Gegenstand gefunden worden war. Solche Einsätze gibt es in Berlin inzwischen häufig (Archivbild)

Ferienzeit ist Reisezeit. Hunderttausende Urlauber werden dabei das Drehkreuz Berlin nutzen. Die Polizei muss in dieser Zeit besonders wachsam sein. Erst am gestrigen Donnerstag löste ein vergessener Koffer mit persönlichen Gegenständen im Flughafen Schönefeld Bombenalarm aus. Das komplette Terminal D wurde geräumt, weil kein Besitzer des Koffers auftauchte. Pünktlich zum Ferienstart kam es zu Verspätungen und Chaos. Es ist kein Einzelfall.

Nahezu täglich lösen in Berlin vergessene Gepäckstücke an Bahnhöfen und Flughäfen Alarm aus. Oft sind Sperrungen und Verkehrschaos die Folge. Zahlen, die der Berliner Morgenpost vorliegen, zeigen, dass die Polizei immer öfter wegen vergessener Gepäckstücke alarmiert wird. In den meisten Fällen aber entpuppen sich die Gegenstände als harmlos. Dennoch müssen die Entschärfter immer häufiger anrücken.

Im Jahr 2015 registrierte die Bundespolizeidirektion Berlin 346 nicht zuzuordnende Gegenstände (NZG). Ein Jahr später waren es bereits 1269. Das ist nahezu eine Vervierfachung. In 49 Fällen stuften die Spezialisten der Bundespolizei die Gepäckstücke in 2016 (2015: 28 Fälle) als unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtung (USBV) ein und alarmierten Spezialkräfte. Straßen, Bahngleise und Flughafen-Gates müssen in solchen Fällen abgesperrt werden. Bei der Berliner Landespolizei sind die Zahlen hingegen konstant. Im Jahr 2015 kam es zu 104, in 2016 zu 99 Einsätzen wegen verdächtiger Gegenstände.

Polizeiführer entscheidet über weiteres Vorgehen

Wann die...

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