Mutmaßliche IS-Dschihadistin Linda W. will “einfach nur nach Hause”

Bei einer im irakischen Mossul festgenommenen jungen Frau handelt es sich tatsächlich um die 16-jährige Linda W. aus dem sächsischen Pulsnitz. Das hat die Staatsanwaltschaft Dresden mitgeteilt. Im Irak wird sie verdächtigt, für den sogenannten Islamischen Staat gekämpft zu haben.

Ob und wann die junge Frau nach Deutschland zurückkehren wird, war zunächst unklar, so Oberstaatsanwalt Lorenz Haase: “Wir als Staatsanwaltschaft Dresden haben keinen Haftbefehl beantragt und werden von daher auch keine Auslieferung beantragen können. Es besteht die Möglichkeit, dass Linda gegebenenfalls im Irak vor Gericht gestellt wird, dass sie als Ausländerin ausgewiesen wird, oder dass sie – weil sie in Deutschland vermisste Jugendliche ist – auf diesem Wege nach Deutschland überstellt wird.”

Linda W. war vor rund einem Jahr verschwunden. Im Irak könnte die Todesstrafe gegen Sie verhängt werden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Dresden wird Linda W. konsularisch betreut. In Mosul waren noch drei weitere Frauen mit deutschem Pass verhaftet worden. Deutschen Medienberichten zufolge hat eine der Fauen marokkanische Wurzeln, eine andere sei in Tschetschenien geboren.