Verdacht auf Absprachen: Kartellamt durchsucht Berliner Bauunternehmen

In Friedrichshain sind in der Nacht zu Mittwoch mehrere Scheiben zu Bruch gegangen. Der Hintergrund ist noch unklar.

Das Bundeskartellamt hat mehrere Bauunternehmen in Berlin und Brandenburg durchsucht. Der Verdacht: Die Tiefbau-Unternehmen sollen vor Angebotsabgaben Preise abgesprochen haben. Das erfuhr die Berliner Morgenpost aus Ermittlerkreisen.

Demnach rückten die Beamten des Bundeskartellamtes am Dienstag bei mehr als zehn Unternehmen in Berlin und Brandenburg an. Unterstützt wurde die Behörde dabei von den Landeskartellbehörden und dem Landeskriminalamt (LKA). Von der Bundesbehörde waren 40 Beamte im Einsatz, die Beweismaterial sicherten.

Im Kern geht es um Submissionsabsprachen. Trifft der Vorwurf zu, haben die Unternehmen mit ihren Absprachen die Preise künstlich in die Höhe getrieben. "Mit den bei den Durchsuchungen gesicherten Unterlagen wollen wir klären, ob die Vorwürfe zutreffen oder nicht", sagte ein Sprecher der Bundeskartellbehörde der Berliner Morgenpost auf Nachfrage.

Rund 2000 Unternehmen und Personen im Korruptionsregister

Im Berliner Korruptionsregister werden derzeit ungefähr 2000 Unternehmen und Einzelpersonen gelistet. Damit hat sich die Zahl in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt. Zum Start der Liste 2006 wurden 900 Firmen in dieser Warndatei aufgeführt, mit der betrügerische Firmen von der Vergabe öffentlicher Aufträge ausgeschlossen werden sollen.

Das Register führt die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Wer auf der Liste landet, hat versucht, mit unlauteren Mitteln ein Ausschreibungsverfahren für sich zu gewinnen. Dazu zählen auch Verstöße wie Schwarz...

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