Verdächtiger Vater nach Tod von kleinem Mädchen in Hamburg in Untersuchungshaft

Zielfahnder schnappten Verdächtigen in Nordspanien

Etwa zwei Wochen nach dem gewaltsamen Tod eines zweijährigen Mädchens in Hamburg befindet sich der dringend tatverdächtige Vater in Deutschland in Untersuchungshaft. Der in Spanien festgenommene 33-Jährige sei am Dienstagabend per Flugzeug nach Hamburg überstellt worden, sagte ein Sprecher der Polizei am Mittwoch in der Hansestadt. Er war nach der Tat geflohen und vor einer Woche von Zielfahndern gefasst worden.

Polizisten hatten das Mädchen tot in der Wohnung der Familie im Stadtteil Neugraben-Fischbek gefunden, nachdem die Mutter auf der Wache erschienen war, um eine Bedrohungsanzeige gegen ihren Ehemann zu erstatten. Das Kind wies eine Halsverletzung auf.

Zu den Hintergründen der Tat äußerten sich die Ermittler bisher nicht genauer. Medienberichten zufolge soll es bei der Familie schon länger Hinweise auf häusliche Gewalt gegeben haben, auch das Jugendamt war demnach seit 2012 eingeschaltet.

Der Verdächtige setzte sich nach der Tat ins Ausland ab. Deutsche Zielfahnder fassten ihn mit Unterstützung spanischer und französischer Behörden am Ende in der Region San Sebastián.