Verdächtiger in Fall von getöteter Frau in Frankfurt festgenommen

Im Fall der getöteten 29-jährigen Irina A. in Frankfurt am Main ist ein Tatverdächtiger gefasst worden. Der Betreiber einer Bar in der Frankfurter Innenstadt wurde am Freitag festgenommen, wie eine Polizeisprecherin am Samstag der Nachrichtenagentur AFP bestätigte. Demnach war Blut des 50-Jährigen am Tatort gefunden worden. Der Festgenommene sollte noch am Samstag einem Haftrichter vorgeführt werden.

Der Gastronom und das Opfer hatten Anfang 2017 im Mittelpunkt einer erfundenen Geschichte über sexuelle Übergriffe von Ausländern in der Silvesternacht gestanden. Beide hatten gegenüber der "Bild"-Zeitung behauptet, in der Silvesternacht habe es in der Frankfurter sogenannten Fressgass sexuelle Übergriffe, Körperverletzungen, Diebstähle sowie äußerst aggressives Verhalten "von Massen an Flüchtlingen" gegeben.

Die Geschichte stellte sich später als Lüge heraus. Im vergangenen November erhob die Staatsanwaltschaft deswegen Anklage gegen die Frau und den Mann.

Die Leiche der Frau wurde am Mittwoch in einem Park in Frankfurt aufgefunden. Die 29-Jährige starb nach Angaben der Polizei durch mehrere Stichverletzungen. Laut "Bild"-Zeitung wurde der tatverdächtige Gastwirt am Freitagnachmittag festgenommen, als er gerade sein Lokal aufschließen wollte.