Verbraucherzentralen fordern zweiten Diesel-Gipfel

Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) hat enttäuscht auf den Diesel-Gipfel reagiert und ein Folgetreffen verlangt. "Die Bundesregierung und die Autobranche haben die Chance vertan, Vertrauen bei geschädigten und verunsicherten Verbrauchern zurückzugewinnen", sagte vzbv-Vorstand Klaus Müller den Zeitungen der Funke-Mediengruppe vom Donnerstag. Millionen Autofahrer und Menschen warteten "jetzt" auf Antworten und Lösungsvorschläge.

Der Diesel-Gipfel vom Mittwoch habe lediglich eine Minimallösung gebracht und Fragen etwa nach finanzieller Entschädigung und rechtsverbindlichen Garantien offengelassen. "Deshalb fordern wir einen zweiten Autogipfel nach dem Dieselgipfel ? dann aber bitte schön auch mit Verbrauchervertretern am Tisch", sagte er.

Angesichts drohender Fahrverbote hatten Bund, Länder und die Chefs der großen deutschen Autobauer am Mittwoch bei einem Treffen in Berlin über die Zukunft des Diesels gesprochen. Hintergrund ist der Schadstoffausstoß der Motoren. Dabei wurden Software-Updates für rund fünf Millionen Fahrzeuge vereinbart.

Ein Großteil davon wurde allerdings bereits im Rahmen früherer Rückrufaktionen der Hersteller in die Werkstätten zurückgeholt. Vertreter von Verbrauchern und Umweltschützern waren nicht zum Gipfel eingeladen.