Verbraucher-zentrale: Reparatur von Haushaltsgeräten wird immer schwerer

Die Reparatur einer Waschmaschine gestaltet sich zunehmend schwieriger. (Bild: ddp Images)

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat 31 Hersteller von Haushaltsgeräten über die Möglichkeiten einer Reparatur befragt. Das Ergebnis: Viele Geräte lassen sich nicht reparieren.

Ob Rasierapparate, Toaster, Föns, Wasserkocher oder Kaffeemaschinen – die Reparatur in Eigenregie wird immer komplizierter. Laut der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen gebe es “massive Hindernisse”: Entweder fehle die Bedienungsanleitung oder das Öffnen des Gehäuses gestalte sich so schwierig, dass das Gerät zerstört wird. Insbesondere freie Werkstätten hätten es sehr schwer, neben Vertragswerkstätten zu bestehen. Doch auch Hobby-Bastler und Tüftler können sich immer weniger um die selbstständige Reparatur kümmern.

Nur ein Hersteller soll alle Krterien erfüllen

Insgesamt befragte die Verbraucherzentrale 31 Hersteller, wovon 19 antworteten. Die von ihnen vertretenen 26 Marken stellen vom Toaster bis zur Waschmaschine alles her, was die Welt der Haushaltsgeräte zu bieten hat. Im Ergebnis gab nur eine Marke an, alle drei Kriterien der Reparaturfreundlichkeit zu erfüllen: den Zugang zu Reparatur-Anleitungen, die Möglichkeit, die Geräte leicht zu öffnen und die Gewährleistung von Ersatzteilen.

Besonders der fehlende Zugang zu Reparaturanleitungen mache die Instandsetzung der meisten Geräte unmöglich: 19 der 26 Marken gaben an, die Anleitungen nur an Vertragswerkstätten herauszugeben. Auch das Öffnen der Elektrogeräte stellt sich – insbesondere bei Kleingeräten – als großes Problem dar: Zehn von 19 Marken von Kleingeräten wie Föhne oder Bügeleisen gaben an, schwierig bis gar nicht zu öffnende Geräte im Sortiment zu haben. Immerhin liefern 18 der 26 Marken die Ersatzteile auch an freie Werkstätten – blöd nur, wenn das Gerät gar nicht erst geöffnet werden kann.