Verbraucherzentrale deckt auf: Dany Sahne mit falschem Nutri-Score

Sandra Alter
·Freiberufliche Journalistin
·Lesedauer: 2 Min.

Da stimmt was nicht: Ein Dessert der Marke Dany Sahne des Herstellers Danone wird mit einem falsch aufgedruckten Nutri-Score verkauft. Die Verbraucherzentrale Hamburg hat den Fehler aufgedeckt.

A picture taken on July 22, 2017 shows French Dairy firm Danone's Russian plant near Chekhov, outside Moscow. / AFP PHOTO / Yuri KADOBNOV        (Photo credit should read YURI KADOBNOV/AFP via Getty Images)
(Bild: Getty Images)

Was steckt drin in unseren Lebensmitteln? Oft leider zu viel Ungesundes. Die neue Nährwertkennzeichnung Nutri-Score soll Verbrauchern helfen, Zuckerbomben und Fettfallen auf den ersten Blick zu erkennen.

Seit Anfang November 2020 dürfen Unternehmen in Deutschland das Label rechtssicher für die Auslobung von Produkten verwenden. Schon im Mai zuvor war der Nutri-Score laut einer Stichprobe der Verbraucherzentrale Hamburg auf über 1000 Lebensmittelverpackungen zu finden.

Kennzeichnung ist bislang freiwillig

Auf einer fünfstufigen Skala von einem grünen A bis zu einem roten E werden Produkte gekennzeichnet. Bislang ist die Verwendung des Labels für Hersteller freiwillig. Eine Kennzeichnung von Lebensmitteln wie nun mit dem Nutri-Score wurde von Verbraucherschützern seit langem gefordert. Doch stimmt der aufgedruckte Code auch immer?

Danone hat „fälschlicherweise den Nutri-Score C statt D“ verwendet

Im Fall eines Schoko-Desserts des Herstellers Danone zumindest nicht, wie die Verbraucherzentrale Hamburg herausfand. Seit Monaten steht auf dem Schoko Mousse der Marke Dany Sahne der falsche Nutri-Score C auf der Verpackung.

Das Dessert besteht zu 21 Prozent aus Zucker und müsste deshalb die Bewertung D erhalten, die schlechter ist. „Die Hersteller sind für die richtige Berechnung des Nutri-Score verantwortlich. Werden dabei Fehler gemacht, kann das lange unentdeckt bleiben. Denn eine verpflichtende Kontrolle zum Beispiel durch die Lebensmittelüberwachung gibt es nicht, solange die Angaben freiwillig sind“, erklärt die Verbraucherzentrale.

Verbraucherschützer fordern verpflichtende Kennzeichnung

Grundsätzlich sei die Einführung des Labels ein erster Schritt in die richtige Richtung. Doch gerade bei eher nicht so gesunden Lebensmitteln suche man den Nutri-Score vergebens. Ziel solle deshalb eine verpflichtende Kennzeichnung von Fertiglebensmitteln sein, die dann auch unabhängig kontrolliert werden würde.

Im Fall von Schoko Mousse der Marke Dany Sahne, will der Hersteller Danone das Produkt künftig korrekt kennzeichnen. Allerdings erst ab Mai dieses Jahres. „Ganz schön spät, finden wir!“, so die Verbraucherschützer.

Helfen Sie mit!

Sind Ihnen auch schon Produkte aufgefallen, bei denen Sie den Nutri-Score nicht richtig nachvollziehen können? Dann melden Sie den Fall der Verbraucherzentrale Hamburg, sie schaut sich die Sache an.

Weitere, ausführliche Informationen zum Thema Nutri-Score finden Sie hier auf den Internetseiten der Verbraucherzentrale Hamburg.

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