Verbraucherschützer warnen vor diesen Aldi-Schnäppchen

Wer Gutscheine von Eurowings bei Aldi kauft, sollte unbedingt das Kleingedruckte lesen. (Bild: ddp)

Ab sofort bietet Aldi Billigflüge und Zug-zum-Flug-Tickets an. Was zu gut klingt, um wahr zu sein, hat tatsächlich einen großen Haken. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen rät vom Kauf der Schnäppchen ab.

Die Erfahrung lehrt uns: Was zu gut klingt, um wahr zu sein, ist meistens nicht wahr. So leider auch bei den neuesten Aldi-Schnäppchen, die Hin- und Rückflüge zu acht verheißungsvollen Fernzielen zum absoluten Kampfpreis von 499 Euro anpreisen. Zur Wahl stehen die Ziele Bangkok, Havanna, Montego Bay, Phuket, Puerto Plata, Punta Cana oder Varadero.

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In den Aldi-Filialen können die Flüge in Form von Reisegutscheinen für die Airline Eurowings erworben werden. Dass es sich hierbei nicht um reale Flugtickets handelt, sieht Felix Methmann vom Bundesverband der Verbraucherzentralen kritisch. Gegenüber „SWR3“ listet er die Probleme auf, die ein Gutschein mit sich bringen kann: So seien die Gutscheine bis Ende Januar käuflich, einlösen müsse man sie aber spätestens bis Mitte Februar. Der Reisezeitraum muss dabei zwischen Mitte April und Ende Juni liegen – die Ferienzeit Pfingsten sei allerdings ausgeschlossen.

Leider kann es gut möglich sein, dass die Plätze zur favorisierten Urlaubszeit nicht verfügbar sind, da diese begrenzt sind. Und besonders ärgerlich: Laut Methmann würde an bestimmten Terminen auch noch ein Aufpreis von 80 Euro pro Person fällig.

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Auch vom Zug-zum-Flug-Ticket zeigt sich der Verbraucherschützer gegenüber „SWR3“ nicht begeistert: „So etwas als Vorteil zu bewerben ist eine Frechheit, denn die Flüge gehen nur ab Köln/Bonn oder ab Düsseldorf – unter Umständen kann man auch ab München fliegen, kostet aber dann 80 Euro mehr – das heißt, alle, die nicht in der Umgebung von Köln oder Düsseldorf wohnen, müssen natürlich erst mal zum Flughafen kommen. Und dann sollte es selbstverständlich sein, dass man einen Zug umsonst benutzen darf.“

Interessant sind die Fernreise-Tickets zum Discounterpreis also nur für diejenigen, die komplett flexibel sind, für die Urlaubsplanung keine lange Vorlaufzeit brauchen und es verschmerzen können, auf die 499-Euro-Schnäppchen auch noch maximal 160 Euro (Aufpreis und Anreise) draufzuzahlen.

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