Verbraucherschützer warnen vor Abzock-Portalen mit Streaming-Angeboten

Zwei Männer mit Computer und Telefon

Verbraucherschützer haben vor untergeschobenen Abonnements des Portals fuuze.com gewarnt, das Videos und Musik zum Streamen sowie eine Online-Bibliothek anbietet. Wie das Marktwächter-Team der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz am Mittwoch mitteilte, liegen Beschwerden aus fünf Bundesländern zu dem Dienst vor. Der Anbieter führe Verbraucher "mit einem sehr kurzen Testzeitraum und intransparenten Informationen in ein kostenpflichtiges Abonnement", hieß es.

Betroffene berichteten demnach über unbeabsichtigte Registrierungen, nach denen es zudem keine Zugriffe auf das Angebot gegeben habe. Hinter fuuze.com steht laut Verbraucherzentrale ein niederländischer Anbieter. Geworben werde mit unbegrenztem Streaming von Videos, Musik und Sport, außerdem mit einer großen Online-Bibliothek mit E-Books, Software und Spielen.

In die Falle tappten viele Betroffene deshalb, weil sie während anderer Tätigkeiten im Netz über ein Pop-up-Fenster stolperten und dort in der Annahme, dies sei für den Abschluss dieses Vorgangs nötig, ihre Daten eingaben. Damit schlossen sie ohne es zu wissen das Abo ab. Die Verbraucherzentrale bemängelte fehlende Informationen zu Laufzeit, Kündigungsfrist und der extrem kurzen kostenlosen Testphase und riet Verbrauchern zur Vorsicht.

Das Marktwächter-Team fand durch eigene Recherchen zudem ähnliche Webseiten, die identisch aussehen wie fuuze.com - auch hier sei Vorsicht vor der "Abzockmasche" und dem Eingeben von Kreditkartendaten geboten. Die Portale hießen etwa onlinefuntime, blizzardtime, volterak und polakita.