Verbraucherschützer für neue Mobilitätsangebote auch auf dem Land

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BERLIN (dpa-AFX) - Die Verbraucherzentralen fordern mehr flexiblere Verkehrsangebote auch auf dem Land als attraktive Alternative zum Auto. Der Chef des Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller, sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Wenn wir über eine klimagerechte Mobilität reden, dann muss sich der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) wandeln." Kommunen und Landkreise müssten ein Mindestangebot an Leistungen sicherstellen, das insbesondere im ländlichen Raum deutlich über dem liegen müsse, was man heute vielerorts finde.

"Dafür braucht man aber zusätzlich bedarfsorientierte, digitale Angebote", sagte Müller. "Das heißt, ich bestelle mir, wenn ich es brauche, ein größeres Sammeltaxi, das mich abholt und dorthin bringt, wo ich hin möchte." Dies gelte auch abends, am Wochenende oder in den Schulferien, wenn besonders auf dem Land praktisch kein Nahverkehr mehr unterwegs sei. Dies sei auch ein Teil des ÖPNV und werde vom Bund steuerlich mit zu finanzieren sein. "Es kann auch eine Möglichkeit sein, eine CO2-Bepreisung bei Benzin oder Diesel an die Menschen zurückzugeben, weil man direkt davon profitiert."

Für neue, meist digital buchbare Fahrdienste gilt seit Anfang August ein neuer Rechtsrahmen. Ein Gesetz von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) ermöglicht reguläre Angebote etwa mit Kleinbussen oder Vans, bei denen sich mehrere Kunden einen Wagen teilen. Bisher waren sie mit Ausnahmeregeln unterwegs. Zugleich sollen klassische Taxis und das öffentlich mitfinanzierte Angebot mit Bus und Bahn geschützt werden. Für neue Fahrdienst-Vermittler wie Uber sind dafür Vorgaben vorgesehen, die Kommunen festlegen können.

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