Verbraucher bewerten Einsatz technischer Hilfsmittel in der Pflege positiv

Pflegebedürftige

Verbraucher bewerten den Einsatz von technischen Hilfsmitteln und Robotern in der Pflege positiv - es fehlt aber an Beratungsangeboten und finanzieller Unterstützung. Das ist die Einschätzung des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), der dazu am Freitag aus einer Forsa-Umfrage zitierte. Demnach waren 48 Prozent der Befragten der Meinung, dass sich technische Hilfsmittel "eher positiv" auf die Qualität der Pflege auswirken, sechs Prozent gingen von "eher negativen Folgen" aus.

Etwa 42 Prozent der Befragten gaben an, sie rechneten mit sowohl positiven als auch negativen Folgen. Nach Pflegerobotern gefragt sagten 68 Prozent, sie könnten sich deren Einsatz am ehesten beim Heben und Umlagern von Menschen vorstellen, außerdem zur Hilfe bei Stürzen (36 Prozent), bei der Medikamenteneinnahme (32 Prozent), beim Essen (25 Prozent) und als Gesprächspartner (23 Prozent).

"Es gibt schon heute gute technische Hilfsmittel, die Pflegebedürftigen das Leben erleichtern könnten", erklärte vzbv-Gesundheitsexperte Kai Vogel. "Sie sind jedoch noch nicht im Alltag angekommen." Die Politik müsse dem Thema Digitalisierung in der Pflege "mehr Priorität einräumen", forderte Vogel. Nötig seien mehr Beratungsangebote und eine finanzielle Unterstützung.

Nicht nur Pflegeroboter gehören zu den technischen Assistenzsystemen in der Pflege. Erleichtern können den Pflegealltag auch intelligente Fußböden zur Erfassung von Stürzen, elektronische Medikamentenboxen, Beleuchtungssysteme und Aufstehhilfen.