Eine Verbindung zum richtigen Zeitpunkt: Taiwan und Japan helfen gemeinsam bei der medizinischen Versorgung

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HSINCHU, Taiwan, November 25, 2021--(BUSINESS WIRE)--Japan hat fünf Chargen des Impfstoffs AZ COVID-19 an Taiwan gespendet. Taiwan hat im Gegenzug eine 20-jährige Japanerin, die an einem bösartigen Gehirntumor litt, im Boron Neutron Capture Therapy Center (BNCTC) der NTHU behandelt. Die Behandlung war erfolgreich, und sie ist inzwischen wieder in die Schule zurückgekehrt.

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A Japanese woman (center, holding teddy bear with a graduation cap) in front of the NSTDC with the medical team after receiving BNCT for a malignant brain tumor. (Photo: National Tsing Hua University)

Der für die Behandlung verantwortliche Arzt war Yi-Wei Chen von der Onkologieabteilung des Taipei Veterans General Hospital (TVGH). Er gab an, dass es nur in Taiwan und Japan medizinische Zentren gibt, die die Borneutroneneinfangtherapie (BNCT) zur Behandlung von Krebs einsetzen. Das japanische Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales hat die BNCT jedoch noch nicht für die Behandlung bösartiger Hirntumore zugelassen, so dass Taiwan die einzige Behandlungsmöglichkeit für bösartige Hirntumore darstellt, die sich nur schwer operativ behandeln lassen.

Chen erläuterte, dass bei der japanischen Patientin im Alter von sechs Jahren ursprünglich ein Rhabdomyosarkom im rechten Gehörgang diagnostiziert wurde. Nach einer Operation und Chemotherapie war ihr Zustand eine Zeit lang stabil. Doch der Tumor trat 2018 unerwartet neu auf und bildete Metastasen im Hinterhirn. Nachdem festgestellt wurde, dass es sich um einen bösartigen peripheren Nervenscheidentumor handelte, wurde sie in Japan mit schweren Partikeln und CyberKnife behandelt, aber der Tumor trat immer wieder auf.

Daher beschloss sie, für eine BNCT nach Taiwan zu kommen, die im April 2021 begann. Zu diesem Zeitpunkt war der Tumor bereits 6-7 cm groß, aber nach der ersten Bestrahlungsrunde im THOR BNCT-Krebszentrum schrumpfte er um 80 %, und der Druck auf ihren Hals ließ zur Freude des Ärzteteams deutlich nach, so dass sie nach Japan zurückkehren konnte. Ende Juli wurden jedoch Anzeichen für ein Wiederauftreten des Tumors entdeckt, und man riet ihr, für eine weitere Bestrahlungsbehandlung erneut nach Taiwan zu kommen.

Am 17. September wurde sie im THOR BNCT Krebszentrum behandelt. Nach der Injektion des Medikaments Boron-10 und einer 20-minütigen Bestrahlung mit einer Neutronenquelle stellte sie sich vor dem NSTDC zu einem Gruppenfoto mit dem Ärzteteam auf, das ihr einen Teddybären mit einer Schulabschlussmütze überreichte, um ihr einen baldigen „Abschluss" ihrer Krebserkrankung zu wünschen. Anschließend bedankte sie sich in fließendem Englisch bei dem Ärzteteam.

In enger Zusammenarbeit mit dem TVGH hat das BNCTC über hundert Patienten aus der ganzen Welt behandelt, darunter Spanien, Brasilien, Australien, Singapur, Japan und China.

Bei der BNCT handelt es sich um eine gezielte Strahlentherapie, bei der dem Patienten zunächst ein borhaltiges Medikament gespritzt wird. Sobald sich das Medikament im Tumor angereichert hat, wird der Tumor mit dem Neutronenstrahl aus dem Kernreaktor bestrahlt, und die durch die Bor-Neutroneneinfangreaktion erzeugten hochenergetischen Teilchen töten die Tumorzellen effektiv ab, ohne dabei nahe gelegene normale Zellen zu schädigen. Daher eignet sich BNCT gut für die Behandlung diffuser Krebserkrankungen und für Fälle, in denen eine Operation kontraindiziert ist.

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