Verbändebündnis fordert einfache Kartenzahlung an Ladesäulen für E-Autos

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Elektroauto an einer Ladesäule (AFP/David GANNON)

Ein Bündnis aus Verbänden der Kreditwirtschaft, kommunalen Spitzenverbänden und dem ADAC hat eine einfache Möglichkeit der Kartenzahlung an Ladesäulen für E-Autos gefordert. "Der Bezahlvorgang an E-Ladesäulen muss leicht von der Hand gehen und ebenso niedrigschwellig sein, wie an herkömmlichen Tankstellen", erklärte das Bündnis am Mittwoch. Am 17. September stimmt der Bundesrat über eine Neufassung der Ladesäulenverordnung ab.

Das Bündnis befürchtet, dass der Bundesrat das verpflichtende Angebot der Kartenzahlung an Ladesäulen aus dem Gesetz streichen könnte. In Deutschland gebe es jedoch mehr als 100 Millionen Bank- und 36 Millionen Kreditkarten, das kontaktlose Bezahlen habe während der Corona-Pandemie einen Boom erlebt. "Der Bundesrat sollte daher die Ladesäulenverordnung in der von der Bundesregierung beschlossenen Fassung annehmen", hieß es in der gemeinsamen Erklärung.

"Die Hürden, E-Autos zu nutzen, müssen möglichst gering sein", forderte ADAC-Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand. Ein komfortabler Bezahlvorgang mit einer Debit- oder Kreditkarte sei dafür "essenziell".

Im Mai hatte die Bundesregierung eine überarbeitete Ladesäulenverordnung verabschiedet, die Betreiber dazu verpflichtet, einen "kontaktlosen Zahlungsvorgang mindestens mittels eines gängigen Debit- und Kreditkartensystems anzubieten". Gültig wäre die Regelung für ab Juli 2023 aufgebaute Ladepunkte. Die Abstimmung im Bundesrat über die Gesetzesnovelle war im Juni angesetzt, wurde nach Kritik an der Neuregelung aber in den September verschoben.

fho/jm

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