Venedig liegt auf dem Trockenen

Bild-Copyright: Marco Sabadin/AFP

Wer zurzeit mit der Gondel durch Venedig schippern möchte, hat schlechte Karten. Die Wasserwege der Lagunenstadt sind ausgetrocknet.

Kein “O Sole Mio“ hallt durch die Kanäle von Venedig, kein Gondoliere erklärt Touristen wortreich die Geschichte der Lagunenstadt. Dafür können Einheimische und Reisende gerade Zeuge davon werden, was Klimawandel und Naturkräfte für Folgen haben können.

Denn: Venedig liegt bei Ebbe komplett auf dem Trockenen. Vor allem die schmalen Wasserstraßen, die durch die Gassen der italienischen Kulturstadt führen, sind von dem Phänomen betroffen. Die Gondeln sitzen im Schlick fest, auch die Flut hilft nur wenig.

Grund für den Wassermangel ist der seit Wochen ausbleibende Regen. Meteorologen stellten den wärmsten Januar seit 250 Jahren in Italien fest. Darüber hinaus hat auch der Supermond vom vergangenen Dienstag seinen Teil dazu beigetragen, dass Venedig ausgetrocknet ist.

Auf seiner Umlaufbahn durchlief der Erdtrabant den erdnächsten Punkt und sorgte dafür, dass der Tidenhub weltweit aus dem Ruder lief. Schließlich sind es die Anziehungskräfte des Mondes, die Ebbe und Flut maßgeblich beeinflussen. In Venedig führte dieser kosmische Einfluss gepaart mit der aktuellen Wetterlage zu einer Super-Ebbe. Experten und Italiener hoffen nun auf eine baldige Verbesserung der Situation.