Veganes Sortiment, mehr Bio, Scannen der Ware per App: So sieht es in den neuen Penny-Filialen aus

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Die neuen Penny-Märkte bieten mehr Fläche bei Obst und Gemüse.
Die neuen Penny-Märkte bieten mehr Fläche bei Obst und Gemüse.

Der Discounter Penny will sein Marktkonzept ändern und verjüngt die Läden. Geplant ist unter anderem eine neue Präsentation der Waren, um das Einkaufen für Kunden lebendiger und einfacher zu machen, heißt es. Die "Lebensmittelzeitung" berichtet nach dem Besuch einer der bereits umgebauten Läden über die geplanten Neuerungen bei der Rewe-Tochter. Bis 2023 soll das neue Markthallen-Konzept in allen Filialen angepasst sein.

Penny will mit dem neuen Konzept dem reinen Discounter-Image entfliehen und Supermarkt-Kunden stärker ansprechen. Das Unternehmen bezeichnet daher seine neuen Filialen auch als "Super-Discounter". Die Nähe zu Edeka, Rewe und Co. wird direkt an der Aufmachung sichtbar. Wie die "Lebensmittelzeitung" berichtet, sind die Waren in den angepassten Läden U-förmig angeordnet. Das Sortiment soll dadurch für die Kunden besser sichtbar gemacht werden, um auch der Konkurrenz um Aldi und Lidl entgegenzutreten.

Auch der Eingangsbereich erinnert stark an einen Supermarkt und ist nun geräumiger gestaltet. In der Obst- und Gemüseabteilung werden außerdem mehr Bio-Produkte angeboten. In urbanen Gegenden will der Markt durch sein neues To-Go-Angebot punkten und auch für kleine Snacks attraktiver werden. Neu sind ebenfalls die Aktionsregale auf Rollen. Die Mitarbeiter können dadurch die Aktionsware im Lager leichter befüllen und in die zugehörige Warengruppe stellen, anstatt separat anzubieten.

Erinnert mehr an einen Supermarkt, statt an einen Discounter: Blick in eine neue Penny-Filiale.
Erinnert mehr an einen Supermarkt, statt an einen Discounter: Blick in eine neue Penny-Filiale.

Penny investiert Millionen in Umbau

Im neuen Markthallen-Konzept erweitert Penny ebenfalls sein veganes Sortiment. Passend dazu trägt die neue Warengruppe den Namen "Food for Future" und besteht aus bis zu 25 Artikeln mit Marken und Eigenmarken. Das Sortiment wird auch durch glutenfreie Artikel erweitert. Vor allem jüngeren Kunden sollen dadurch mehr angesprochen werden.

Im Wurst- und Käsesortiment geht Penny auch neue Wege und verkleinert die Produktgröße vieler Waren. Stattdessen besitzen viele der Produkte nun wiederverschließbare Verpackungen. Bei den Waren abseits der Lebensmittel hält sich Penny im Vergleich zur Konkurrenz jedoch weiterhin zurück. Auch im neuen Marktkonzept spielen die Non-Food-Artikel keine große Rolle und machen nur fünf bis sechs Prozent des Sortiments aus.

Der Bezahlvorgang verändert sich ebenfalls leicht und soll in Zukunft schneller vonstattengehen. Durch die App "Scan & Go" können Kunden bereits in ausgewählten Läden ihre Ware während des Einkaufs scannen und an der Selbstbedienungskasse bezahlen.

An den neuen Kassen können Kunden ihre Ware auch selber scannen.
An den neuen Kassen können Kunden ihre Ware auch selber scannen.

Bisher wurde das Konzept in 150 der 2.200 Penny-Filialen umgesetzt, berichtet die "Lebensmittelzeitung". Demnach erwirtschafteten die neu angepassten Läden ein Umsatzplus von 15 Prozent. Die Zahlen überzeugten die Chefetage. Bis 2023 sollen alle Filialen der Rewe-Tochter dementsprechend umgestaltet werden. Dafür nimmt das Unternehmen viel Geld in die Hand. Die Anpassung an das neue Konzept kostet zwischen 120.000 und 250.000 Euro — pro Markt.

kh