Veganes Restaurant legt sich mit Gästen wegen Kundenrezensionen an

Das vegane Restaurant war empört über die Bewertung (Bild: ddpimages)

Eine Stammkundin hinterließ einem veganen Restaurant eine Zwei-Sterne-Bewertung auf Google und beschwerte sich darin über die Kinder der Besitzerin, die einem beim Essen den blanken Hintern ins Gesicht stecken. Wenn sie gewusst hätte, wie das Lokal darauf reagieren würde, hätte sie es vermutlich nicht getan.

Kundenrezensionen sind eigentlich dazu da, um anderen Gästen einen Eindruck davon zu geben, wie es in einem Laden zugeht. Die Besitzern des Imagine Vegan Cafés in Memphis fühlte sich jedoch persönlich angegriffen und entfachte einen Online-Krieg gegen eine Kundin, die eine Bewertung hinterlassen hatte und nicht nur das Essen des Lokals bemängelte.

Diese Bewertung hinterließ die verärgerte Kundin (Bild: Wonkette)

“Ich esse hier wirklich die ganze Zeit und werde das vermutlich weiterhin tun, weil ich gerne ausgehe und es nur wenige andere Möglichkeiten gibt, ABER hört mal zu. Während meines Besuchs rannte ein nacktes Baby herum, stand mit seinem schmutzigen, pechschwarzen Füßen auf einem Tisch und beugte sich nach vorne, so dass ich alles sehen konnte. Wirklich alles. Ich wünschte, ich würde übertreiben.“

“Das war SO unangenehm”

Hier hört die Kundin noch lange nicht auf. “Ein älteres Kind kam zu mir rüber und fing an zu jodeln und mich anzustarren, während ich aß. Das war SO unangenehm.“ Sie schloss die Bewertung mit den Worten: “Was mein Essen betrifft: Ich kann eine Tofu-Wurst selbst genauso gut aufwärmen und vermutlich sogar in der Hälfte der Zeit.“

Das Restaurant löschte all die Bewertungen und sogar die Facebook-Seite des Cafés (Bild: Screenshot Facebook)

Das wollte das Restaurant aber nicht auf sich sitzen lassen, schlug eiskalt zurück und stellte die Kundin sogar im Netz an den Pranger.  “Ich werde alle Personen, die uns schlechte Bewertungen hinterlassen, namentlich nennen und ihre Bilder zeigen, besonders, wenn es um unsere Kinder geht. Ihr seid nicht länger im Imagine willkommen. Besonders, wenn ihr unsere Babys nicht mögt. Wir brauchen und wollen euer Geld nicht. Es steht euch frei in dem anderen veganen Restaurant die Straße runter zu essen. Das wird so viel Spaß machen. Ihr habt Mama Bear sehr verärgert! Wir fangen mit Chelsea Bartley an! Jeder, der das liest und glaubt, das könnte unserem Geschäft schaden: Ich kann euch gar nicht sagen, wie egal mir das ist. Hater sind im Imagine nicht willkommen!“

Dieser User wird im Imagine wohl nie essen (Bild: Screenshot Facebook)

Ein Facebook-User bekam den Krieg auf der Seite des Lokals mit und schrieb: “Ich war noch nie hier, folge bloß, aber es scheint mir ein echt negativer Ort zu sein, wenn ich mir die dramatischen Posts ansehe. Ich würde von einem Restaurant nicht erwarten, dass es sich so verhält … seltsam und unprofessionell.”

“Bitte entfolge uns!”

Doch auch hier hatte die Besitzerin des veganen Ladens eine Antwort parat: “Bei Imagine geht es uns nicht ums Geschäft oder darum professionell zu sein. Hier geht es darum, Tiere zu retten und für diejenigen einzustehen, die sich nicht selbst verteidigen können. In diesem Fall, unsere wertvollen Kinder. Ich setze mich gegen Mobber ein, die glauben, dass ihre Meinungen wichtiger sind als Tiere oder Menschen. Bitte entfolge uns!”

Inzwischen hat das Imagine Vegan Café alle Kundenbewertungen und sogar die Facebook-Seite des Unternehmens gelöscht. Vielleicht haben sie einfach gemerkt, dass sie etwas überreagiert hatten. Vielleicht ist ihnen aber auch nur die Tofu-Wurst auf den Magen geschlagen.