Veedelsfest in Deutz: Kölsche Tön und Köln-Souvenirs

Zehntausende große und kleine Besucher feierten rund um die Deutzer Freiheit

Sie braucht wirklich keine große Bühne, ihr reicht eine Biertisch. Anstatt auf dem Podium vor der Pfarrkirche St. Heribert zum Mikrofon zu greifen, suchte „Fussich Julchen“ Marita Köllner den direkten Kontakt zum Publikum und zu ihrer Fangemeinde. Mit mehreren textsicheren Fans des kölschen Liedgutes sang sie „Ich möch d'r janzen Dach met dir durch Kölle spaziere jonn.“ Doch den meisten der fleißigen Chorsänger reichte an diesem Wochenende der Spaziergang über die Deutzer Freiheit und die benachbarten Seitenstraßen. Bei der neunten Auflage des Familien- und Stadtteilfestes zum Motto „Deutz kommt – die schönste Seite von Köln“ herrschte dort bei einem Mix aus Wolken und Sonnenschein Gedränge wie beim Schlussverkauf.

Mehrere zehntausend große und kleine Besucher aus allen Altersstufen und aus unterschiedlichen Nationen waren unterwegs. Und viele standen Spalier bei der Premiere einer Maskottchen-Parade. Mehr als ein Dutzend Plüschfiguren zogen über die Festmeile und posierten immer wieder für Fotos. Besonders gefragt waren Hennes vom 1. FC Köln und das Kindermaskottchen Duda des „Kölner Stadt-Anzeiger“ sowie Galoppi vom Kölner Rennverein, die Bau-Bieber von der KVB und der Drache vom Verkehrsverbund VRS.

Karnevalssänger traten auf und moderierten das Fest

Die Mischung aus Spielaktionen, Verkaufsständen mit Schnäppchen und Angeboten aller Art und vielerlei Imbiss-Buden kam gut an. Dazu gab es am Samstag und am Sonntag reichlich Musik. Auf der Hauptbühne vor St. Heribert und der Osttirol-Bühne am Gotenring, aber auch an anderen Ecken. Außer „Fussich Julchen“, die sich kurzfristig entschieden hatte, ihr ganz neues Lied noch nicht vorzustellen („Das ist von Reiner Hömig noch nicht fertig produziert, ich bin derzeit noch nicht so richtig zufrieden damit“) traten auch einige karnevalserprobte Kollegen an.

Zur Moderation von Sänger Tommy Walter und Larry G. Rieger sorgten Nachwuchssänger wie Stefan Dahm (14) und Timo Schwarzendahl als „Ne Frechdachs“ für Stimmung. Ebenso schon etabliertere Musiker wie 5 Jraad, Müller, Hanak und Tommy Watzke. Der frühere Sänger der Boore reklamierte deren Hit „Rut sin die Ruse“ für sich und ließ die Deutzer schunkeln. Denn auch wenn viele Besuchern aus den benachbarten Stadtteilen gekommen waren, so waren die Deutzer doch klar in der Überzahl – auf der Straße und hinter den Ständen. Dort engagierten sich viele Mitglieder von Vereinen und Institutionen aus dem Stadtteil, von Jugendgruppen und Kirchengemeinden bis zu Karnevalsgesellschaften. So die KG Schäl Sick, die KG Greesberger, die noch junge Gesellschaft Kölsche Kürassiere und die IG Deutzer Dienstagszug.

„Der Dom und andere Kölner Motive funktionieren immer“, weiß auch Heike Kreiten, die Chefin der Metallbildhauerei die allerlei Handarbeiten aus den Bereichen Schmuck, Karneval und Geschenkartikel anbot. Auch an anderen Ständen gab es zum Motto „Kölle to go“ gab es Bilder, Fotos und Keramik-Kacheln mit Stadt-Motiven, „Kölle“, „Cologne“- und FC-T-Shirts sowie vielerlei Krimskrams. Doch nicht überall musste auch bezahlt werden.

Vor allem für die Pänz gab es mehr als 40 kostenlose Spielangebote – so an einzelnen Ständen auf der Festmeilen und vor allem auf der Graf-Geßler-Straße, auf dem Von-Sandt-Platz und auf dem Schulhof an Neuhöffer- und Alsenstraße. Das reichte von Hüpfburg, Kletterturm und Torwandschießen bis zu Enten-Angeln, Schmink-Tisch und Laser-Schießen.Und wer an mindestens 14 Stationen dabei war und jeweils Stempel gesammelt hatte, wurde mit einer Überraschungstüte belohnt....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta