VDMA: Iran-Proteste beeinträchtigen laufende Aufträge nicht

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Proteste im Iran haben laut den deutschen Maschinenbauern derzeit noch keine Auswirkungen auf die Geschäfte mit dem Land am Golf. Bereits erteilte Aufträge aus dem Iran würden vertragsgemäß erfüllt, teilte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau VDMA am Donnerstag in Frankfurt mit.

Die zukünftige Auftragsentwicklung bleibe dagegen abzuwarten. "Man kann derzeit nicht abschließend beurteilen, ob die iranische Wirtschaft wegen der innenpoliti­schen Lage ihre Investitionen zurückfährt oder aufschiebt", erklärte VMDA-Außenwirtschaftsleiter Ulrich Ackermann.

2017 hätten die Maschinenexporte in das Land auf Wachstumskurs gelegen, hieß es. Klaus Friedrich, Iran-Experte der VDMA Außenwirt­schaft, geht von um die 900 Millionen Euro aus - "was angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen ein respektables Ergebnis wäre".

Der deutsche Außenhandel fürchtet einen Rückschlag für die Wirtschaftsbeziehungen. "Ob und wie sehr die aktuellen Unruhen die Situation weiter belasten, bleibt abzuwarten. In jedem Fall führen sie aber zu weiterer Verunsicherung", sagte Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), der Oldenburger "Nordwest-Zeitung" (Donnerstag).