VDI: Corona-Krise droht Ingenieurmangel zu verschärfen

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DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Durch die Corona-Krise wird sich nach Einschätzung des Vereins deutscher Ingenieure (VDI) der Mangel an Ingenieuren und Informatikern in Deutschland weiter verschärfen. Ursache dafür seien die negativen Auswirkungen der Schulschließungen auf die mathematischen und naturwissenschaftlichen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler, aber auch die sinkende Zuwanderung von Studierenden aus dem Ausland in Informatik- und Ingenieurfächer während der Pandemie, warnte der VDI am Montag in Düsseldorf.

Nach dem vom VDI gemeinsam mit dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) veröffentlichten Ingenieurmonitor ist die Zahl der offenen Stellen in den Ingenieur- und Informatikberufen im dritten Quartal 2021 auf 132 000 gestiegen. Sie liegt damit bereits wieder über dem Vorkrisenniveau. Dem standen den Angaben nach 39 600 Stellensuchende gegenüber. Besonders groß sei der Fachkräftemangel in den Ingenieurberufen Bau/Vermessung/Gebäudetechnik und Architektur, gefolgt von den Ingenieurberufen Energie- und Elektrotechnik und den Informatikberufen. Engpässe bestünden aber auch in allen anderen Ingenieurberufen.

Unter anderem durch den demografischen Wandel und die Digitalisierung dürfte der Bedarf an Ingenieuren und Ingenieurinnen sowie Informatikern und Informatikerinnen nach Einschätzung des VDI in den kommenden fünf Jahren noch deutlich zunehmen. Neben der Erschließung der Potenziale von Zuwandernden müsse deshalb auch das Potenzial von Frauen für die Ingenieur- und Informatikberufe stärker genutzt werden.

Zwar ist die Anzahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Frauen in Ingenieur- und Informatikberufen von Ende 2012 bis Ende März 2021 von knapp 144 000 auf fast 246 000 und damit um 70,9 Prozent gestiegen. Allerdings liege der Frauenanteil insgesamt dennoch nur bei 18,2 Prozent, betonte der VDI.

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