Vater Jean und Ferrari drehen Geldhahn zu: Giuliano Alesi vor dem Aus

Heiko Stritzke
·Lesedauer: 2 Min.

Der Traum ist vorbei: Giuliano Alesi, Sohn von Ex-Formel-1- und DTM-Fahrer Jean Alesi, hat keine finanziellen Mittel mehr, seine Karriere fortzusetzen. Er ist auch nicht mehr Teil der Ferrari Academy, wie Vater Jean erklärt.

"Wir haben für 2021 keine Sponsoren, Ferrari hat ihn aus der Academy entlassen - und ich kann kein privates Geld mehr aufbringen. Ich habe selbst meinen Ferrari F40 verkauft!", sagt der 56-Jährige gegenüber dem 'Blick'.

Giuliano Alesi debütierte 2015 im Formelsport in der französischen Formel 4. In der GP3-Serie, dem Vorläufer der heutigen Formel 3, holte er 2017 den fünften und 2018 den siebten Platz in der Meisterschaft. 2017 holte er drei Siege, 2018 einen.

Eine Stufe höher, in der Formel 2 tat er sich allerdings schwer. 2019 gab er seinen Einstand bei Trident. Nach einer schwachen ersten Saisonhälfte mit nur einem einzigen Punkt schaffte er ab Monza die Wende und holte fünf Top-10-Resultate aus sechs Rennen.

Jean Alesi macht dem HWA-Team schwere Vorwürfe

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Jean Alesi macht dem HWA-Team schwere VorwürfeMotorsport Images

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2020 sollte dann bei HWA der Durchbruch erfolgen. Mit Platz sechs im ersten Rennen zeigte er auf, doch dann ging die Saison den Bach herunter. "Wir haben mit HWA aufs falsche Team gesetzt, über eine Million Euro bezahlt. Alle Versprechen wurden nicht eingehalten. Als wir zu MP Motorsport wechselten, wollte HWA nochmals 80.000 Euro", klagt Jean Alesi.

In der Formel 2 2020 stehen noch zwei Wochenenden mit jeweils zwei Rennen an, die alle in Bahrain stattfinden. Wer Alesis Platz bei MP Motorsport einnimmt, ist noch nicht klar. Er verdrängte den Japaner Nobuharu Matsushita.

Bei HWA saß Jake Hughes in Sotschi im Cockpit, der aber nur ein Wochenende bestritt. An seiner Stelle kommt Theo Pourchaire in Bahrain zum Einsatz. Er ist amtierender Vizemeister der Formel 3 und deutscher Formel-4-Meister von 2019.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.