Varta: Lithium-Ionen-Batterien treiben Gewinn – dreht die Aktie jetzt auf?

Michael Schröder
Varta: Lithium-Ionen-Batterien treiben Gewinn – dreht die Aktie jetzt auf?

Die Geschäfte beim Batteriehersteller Varta brummen. Der erst seit Mitte Oktober an der Börse gelistete Konzern profitiert vom Trend der schnurlosen Energielösungen in den Bereichen Unterhaltung, Gesundheit sowie Batteriepacks und Energiespeicher. Die Aktie ist nach den 9-Monatszahlen aus ihrer Lethargie erwacht.

„Es gibt weiterhin eine sehr hohe Nachfrage nach unseren Produkten, insbesondere für die kleinen Lithium-Ionen-Batterien“, so Varta-Vorstand Herbert Schein. Varta stellt unter anderem Mikrobatterien für Hörgeräte und Kopfhörer sowie industrielle Anwendungen her. Dabei verfügt das Unternehmen mit seinen innovativen Produkten über eine gute Positionierung in einem Markt mit wenigen Wettbewerbern.

Von Januar bis Ende September kletterte der Umsatz um zwölf Prozent auf 180,2 Millionen Euro. Das Betriebsergebnis (EBIT) verdoppelte sich im Vergleich zum Vorjahr auf 26,5 Millionen Euro. Damit liegt das operative Ergebnis nach neun Monaten um fast 80 Prozent über dem Gesamtjahr 2016. Allerdings hatten im Vorjahr hohe Kosten für den ersten Versuch eines Börsengangs das Ergebnis belastet. Denn Varta wollte bereits ein Jahr früher an die Börse gehen, hatte aber dies aufgrund des „ungünstigen Marktumfelds“ wieder abgeblasen. Unterm Strich blieb ein Gewinn von 17,7 Millionen Euro (Vorjahr: 8,7 Millionen Euro).

Die Auswirkungen des Börsengangs sind in der aktuellen Bilanz noch nicht enthalten. Varta hatte dabei brutto 233,5 Millionen Euro erlöst, wovon dem Konzern direkt 150,5 Millionen Euro zuflossen. Der Emissionserlös soll in den Ausbau der Produktionskapazitäten fließen. Weitere Eckdaten gibt es hier.

Das Gewinnziel für das laufende Jahr bestätigte das Varta. Der Vorstand peilt weiter einen deutlichen Zuwachs an. Offizielle Analystenschätzungen für Umsatz und Gewinn gibt es noch keine. 

Nach dem Börsengang Mitte Oktober hatte das Papier in wenigen Tagen um fast 40 Prozent im Vergleich zum Ausgabepreis von 17,50 Euro an Wert gewonnen, rutschte danach aber bis auf 19,03 Euro ab.Mit den guten Zahlen im Rücken sollte der Titel nun einen neuen Aufwärtstrend mit erstem Ziel 26 Euro starten. Ein Stopp bei 19 Euro sichert ab.