Valentino Rossi: Termine in Jerez, Le Mans und Mugello nicht realistisch

Juliane Ziegengeist

Mittlerweile glaubt kaum noch jemand daran, dass die MotoGP am 3. Mai beim Großen Preis von Spanien in ihre Saison wird starten können. Nachdem Ducatis Sportdirektor Paolo Ciabatti mutmaßte, dass es erst im Juni oder Juli losgehen könnte, äußerte nun auch Yamaha-Pilot Valentino Rossi Zweifel.

Er ist momentan an sein Haus in Tavullia gefesselt, wo er die durch das Coronavirus bedingte Quarantäne mit Mutter Stefania und Freundin Francesca verbringt. Neben Simracing versucht der "Doktor", sich die Zeit mit Live-Chats auf Instagram zu verkürzen. Kürzlich tauschte er sich mit dem Sänger Lorenzo Jovanotti aus.

Dabei kam auch die Frage zur Sprache, wann es mit dem Rennbetrieb für den 41-Jährigen und seine MotoGP-Kollegen weitergehen könnte. "Meiner Meinung nach muss man realistischerweise sagen, dass die Rennen in Jerez, Le Mans und Mugello sehr schwierig sein werden. Denn sie sollen im Mai stattfinden", sagt Rossi.

"Ich weiß nicht, wie die Situation im Mai sein wird und ob die Bedingungen für den Motorradsport erfüllt sein werden." Sowohl in Spanien als auch in Frankreich und Italien gelten wegen der Ausbreitung des Coronavirus aktuell Ausgangssperren. Wann sich die Situation entspannen wird, ist völlig unklar.

Nachdem die Formel 1 ihren Saisonstart auf Anfang Juni in Baku verschoben hat, ist es also wohl auch in der MotoGP nur noch eine Frage der Zeit. Bisher waren der Katar-Grand-Prix abgesagt und die Termine in Thailand, Amerika sowie Argentinien verschoben worden. Jerez "erbte" daraufhin den Saisonstart.

Für Rossi verschiebt sich die Entscheidung, ob er nach der MotoGP-Saison 2020 zurücktritt oder nicht, damit weiter nach hinten. Der Yamaha-Fahrer wollte die ersten Rennen abwarten, um zu sehen, wie konkurrenzfähig er ist. In dem Zusammenhang war über eine Bekanntgabe beim Heimrennen in Mugello spekuliert worden.

Mit Bildmaterial von GP-Fever.de.