Valencias Museum der Bildenden Kunst erhält Goyas "Los Caprichos"

Das Museum der Bildenden Künste in Valencia hat eine Schenkung von 80 Goya-Kupferstichen erhalten, die 1868 in der siebten Auflage gedruckt wurden.

1796 reiste Goya gemeinsam mit dem Herzog von Alba durch Andalusien zu dessen Palast in Sanlúcar de Barrameda. Goya machte sich während dieser Reise Notizen, die ihn später zu der gesellschaftskritischen Serie "Los Caprichos" inspirierten. Die Werke behandeln unter anderem Themen wie Hexerei, Kritik an Zwangsehen, Unwissenheit und Eitelkeit.

Der Leiter des Museums für Bildende Kunst erklärt, dass mit "Los Caprichos" ab 1799 vermutlich der Beginn der modernen Malerei in Spanien festgelegt werden könne. Die moderne Malerei unterscheide sich völlig von dem, was zu dieser Zeit im Lande, oder gar in ganz Europa gemacht wurde, so Gonzalez. In der Mitte des 18. Jahrhunderts sei sie ein Vorreiter der Moderne, wie sie im 19. Jahrhundert entstehen sollte, bestätigt der Leiter des Museums.

Nach dem Staatsstreich Francos floh Antonio García-Molins aus Spanien und flüchtete nach Deutschland. Dort erwarb er die vollständige Sammlung in einem Antiquitätengeschäft in Bayern bevor er zurück in das Franco-Spanien ging. Sein Enkel Angél López hat die Werke nun in Erinnerungen an seinen Großvater, den Chemiker und Philosophen, gestiftet.

Für Ángel López ist es kein Zufall, dass sein Großvater genau diese Serie gekauft hat. Goya sei für die Menschen in der Generation seines Großvaters ein Symbol für die Kritik aller Übel in Spanien, erklärte der Enkel. Ángel López zeigt an zwei Beispielen, wie gesellschaftskritisch Gayos Werke waren.

Das schlüsselwerk Goyas wurde erstmals im Februar 1799 veröffentlicht. Aufgrund der Zerbrechlichkeit des Papiers darf die Sammlung nur maximal drei Monate lang im Licht ausgestellt werden kann. Daher wurde beschlossen, es in Teilen zu zeigen. Jetzt sind 17 der 80 ausgestellten Werke zu sehen. Eine Auswahl, bei der man versucht hat, "die Essenz" des Ganzen zu verdichten, und die laut Museumsdirektor Pablo González bis Juli in einer etwas dunkleren Ecke des Museums ausgestellt wird, um ihre Erhaltung zu garantieren.

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