Irrsinn um Tour-Sieger

Irrsinn um Tour-Sieger
Irrsinn um Tour-Sieger

Die kleine Frida hatte auf den großen Bahnhof überhaupt keine Lust, das war unüberhörbar. Als das Töchterchen von Toursieger Jonas Vingegaard zu ihrem berühmten Papa ins offene Cabrio gesetzt wurde, begann Frida plötzlich zu weinen. Der Rest des Landes aber verfiel bei der Heimkehr des neuen Volkshelden in einen kollektiven Jubelrausch.

„Ich hätte nicht erwartet, auf diese Weise begrüßt zu werden. Das ist absolut fantastisch“, sagte der 25-Jährige nach seiner Landung - dabei ging der Irrsinn da gerade erst los. Vingegaard kam mit Tochter und Freundin Trine im Privatjet, stilecht mit seinem Namen auf dem gelb lackierten Seitenleitwerk. Der Flieger war auf der Internetseite Flightradar der zu diesem Zeitpunkt meistverfolgte weltweit und wurde von zwei F16-Kampfjets eskortiert. (SERVICE: der Radsport-Kalender)

Vingegaard: „Wahnsinniges Erlebnis“

„Es war ein wahnsinniges Erlebnis“, sagte Vingegaard. Im offenen Cabrio mit der heulenden Frida, die sich mit einem neuen Kuscheltier im grünen (!) Trikot tröstete, ging es vorbei an Tausenden Fähnchen schwenkenden Landsleuten. Die Szenerie glich einer Tour-Etappe, nächster Halt: Rathausplatz. Dort warteten abermals Tausende auf ihren Liebling, darunter Vingegaards Eltern.

„Wir dachten eigentlich, dass wir uns hier verstecken könnten“, sagte Mama Karina der Zeitung BT, „aber das ist uns nicht geglückt. Wir werden überall erkannt.“ Am meisten freute sie sich darauf, „ihn in den Arm zu nehmen und ihm zu sagen, dass wir stolz auf ihn sind“. Sie hatte Tränen in den Augen, als dies passierte.

Tour-Sieger völlig überwältigt

Ihr Sohn, der sein Gelbes Trikot trug, war viel beschäftigt. Noch im Auto griff er zum Mikrofon und bedankte sich bei den Fans. „Das ist völlig wahnsinnig, so ein Empfang. Ein Riesentag!“, sagte Vingegaard völlig überwältigt: „Das ist völlig wild, wirklich rührend.“

Im Rathaus warteten die traditionellen Pfannkuchen auf den Ehrengast („Ich schaffe 20!“) - und ein Eintrag ins Goldene Buch neben gekrönten Häuptern, den Fußballhelden von 1992 oder Politik-Größen wie Barack Obama. „Ich kann das noch nicht ganz verstehen“, sagte er.

Nach der Zeremonie wurden Vingegaard und die anderen dänischen Tour-Teilnehmer von 25.000 Fans im weltbekannten Vergnügungs- und Erholungspark Tivoli erwartet, der französische Botschafter sprach. Am Abend sollte die Öresundbrücke zu Ehren von Vingegaard rot-weiß leuchten, am Donnerstag wird er in seinem Heimatort Glyngöre nahe Aalborg empfangen - die Polizei erwartet „über 10.000″ Menschen.

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