Völlig neues Auto bei Schumacher-Team?

Mick Schumacher zeigt sich vor dem Grand Prix in Ungarn selbstbewusst. Nach SPORT1-Informationen erhält sein Kollege ein großes Update am Auto.

Mick Schumacher muss ein weiteres Rennen auf neue Teile an seinem Haas warten. Zum Großen Preis von Ungarn wird nur ein Update-Paket fertig – und das bekommt Teamkollege Kevin Magnussen.

Allein: Es ist keine Benachteiligung von Schumi junior. Vielmehr hat sich der Däne das schnellere Upgrade mit einer besseren Platzierung in der WM erarbeitet.

"Das ist Usus und war auch in der Vergangenheit bei anderen Teams so", erklärt Ralf Schumacher in seiner Sky-Kolumne. 2Mick hätte eben vorher bessere Ergebnisse abliefern müssen." Magnussen liegt auf Platz elf (22 Punkte); Schumacher ist 15. (zwölf Punkte).

Völlig neues Auto bei Haas?

Nach Informationen von SPORT1 sollen die Änderungen am Haas auf den ersten Blick sichtbar sein. Die Rede ist von einem völlig neuen Auto, das dem roten Renner des Partnerteams Ferrari noch ähnlicher sehen soll als die aktuelle Version. Und auch die wurde schon als "weißer Ferrari" betitelt.

Trotzdem muss der alte VF22 für Mick Schumacher in Ungarn kein Nachteil sein. Grund: Dass das Upgrade auf Anhieb funktioniert, ist nicht garantiert.

Oft dauert die Suche nach dem besten Setup länger als ein Wochenende. Aston Martin beispielsweise hat es bis heute nicht geschafft, das Potenzial des zum GP in Silverstone gebrachten Aero-Pakets zu heben.

Von Vorteil ist der parallele Einsatz eines alten und eines neuen Autos sogar, weil Haas so wichtige Vergleichstests fahren kann. Das kommt nach der Sommerpause dann beiden Piloten zu Gute.

Schumacher optimistisch: "Es lief dort immer gut"

Für den GP vor den Toren Budapests ist Schumi junior deshalb optimistisch: "Ich glaube, unser Auto wird in Ungarn stark sein. Ich fühle mich auf dieser Strecke jedenfalls sehr wohl."

Das hat er 2019 in der Formel 2 mit seinem Sprintsieg bewiesen. Und: Im chaotischen Grand Prix 2021 wurde er nach einem sehenswerten Duell mit Max Verstappen Zwölfter.

Schumachers Kampfansage für den GP Ungarn lautet deshalb: "Unser Auto ist an sich schnell genug, um bei jedem Rennen in die Top Ten zu kommen. Die Hitze in Ungarn strapaziert die Konzentration, aber eigentlich lief es für mich dort immer gut, schon in der Formel 3."

Dazu kommt: Schumacher gilt wie sein Vater als Regenspezialist. Und beim Qualifying am Samstag soll es regnen. Das wäre ein weiterer Grund, warum er es mit dem "Haas-Oldtimer" ins so wichtige Q3 unter die Top Ten schaffen kann. Das wiederum wäre mehr als die halbe Miete für weitere WM-Zähler.

Schumacher zieht positive Bilanz

Gute Voraussetzungen also, um nach einem punktlosen Frankreich-Grand Prix wieder ein Highlight zu setzen. Das käme zum richtigen Zeitpunkt, denn in der Sommerpause werden traditionell Gespräche über eine Vertragsverlängerung geführt. Haas ist dabei aktuell Schumachers einzige Option.

Gleiches gilt aber auch für das US-Team. Nach SPORT1-Informationen muss Teamchef Günther Steiner einen Platz mit einem Ferrari-Junior besetzen.

Und die Scuderia steht nach den zwei starken Grands Prix in England und Österreich weiter voll hinter Mick Schumacher. Dazu kommt: Die Erfolge haben auch bei Haas den Teamgeist gefördert. Eine Vertragsverlängerung ergibt also für beide Seiten Sinn.

Schumachers Rückblick auf eine in großen Teilen schwierige erste Saisonhälfte fällt auch deshalb positiv aus. "Beim ersten Rennen lief es so gut, dass wir uns gewünscht hätten, heute in der WM etwas weiter vorne zu stehen", räumt der Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher ein.

"Aber wir haben uns aus einem Zwischentief herausgearbeitet, auch deshalb, weil wir den Wagen immer besser verstanden haben."

Rang sechs in Spielberg "ein Highlight"

Sein Highlight: Der GP in Spielberg. "Klar ist das Rennen in Österreich mit Rang sechs meine schönste Erinnerung. Es hat Spaß gemacht, ein so konkurrenzfähiges Auto zu fahren. Ich hatte in den letzten Rennen die Gelegenheit, mit Top-Piloten zu kämpfen, und manchmal hatte ich die Nase vorn."

Auf dem Red Bull-Ring duellierte er sich unter anderem mit Lewis Hamilton und Fernando Alonso, überholte auch Teamkollege Kevin Magnussen. Solche Erlebnisse lassen auch die Tiefpunkte besser verarbeiten.

Schumacher: "Was die weniger guten Momente angeht: Ich hake das jeweils als Lehren ab, denn nur durch Erfahrung wirst du stärker. Also sehe ich Rennen, in welchen es nicht so gut gelaufen ist, auch als wertvoll an."

So kann er einen Nachteil langfristig in einen Vorteil verwandeln.

Im Video: Mick Schumacher erreicht Meilenstein

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