Völler: "Zeit der Wutreden vorbei"

Rudi Völler will seine Emotionen mehr im Griff haben

Waldemar Hartmann bekam es einst zu spüren, viele Schiedsrichter und andere TV-Interviewer auch: Wenn Rudi Völler von dem Emotionen gepackt wird, wird es denkwürdig.

Jetzt nicht mehr? Der Manager von Bayer Leverkusen hat nun vor, sich stärker im Griff zu haben.

"Nein, die Zeiten sind vorbei", sagte er im CHECK24 Doppelpass auf die Frage, ob er beim spektakulären 5:1 seines Klubs bei Borussia Mönchengladbach eine Wutrede gehalten hätte, die das Spiel nach der missratenen ersten Hälfte zum Besseren gewendet hätte: "Ich habe mir vorgenommen mich mehr zurückzuhalten."

Völler legt sich Zurückhaltung auf

Der frühere DFB-Teamchef bezog sich dabei in erster Linie auf sein Verhalten hinter den Kulissen und in der Kabine.


Dort hält er seine Linie nach eigenen Angaben auch durch: "Wenn der eine oder andere einen Tick zu wenig gemacht hat, habe ich mal was gesagt in der Vergangenheit. Jetzt nicht mehr."

Völler geht es dabei vor allem auch darum, die Autorität des Trainers nicht zu untergraben.

In Gladbach konnte er Heiko Herrlich das Feld auch guten Gewissens überlassen. "Er hat die richtige Ansprache gewählt", lobte Völler.

Zufrieden mit Heiko Herrlich

Generell sieht er den Trainer trotz eines wechselhaften Saisonstarts auf bestem Wege: "Wir sind alle sehr zufrieden mit ihm. Er macht es sehr gut."

Das Saisonziel des Klubs? "Ab Platz drei gibt es zehn Mannschaften, die um die internationalen Plätze spielen. Und da wollen wir dazugehören."