Völler zu Transfer-Reform: Top-Ligen müssen mitziehen

Rudi Völler ist Sportdirektor von Bayer 04 Leverkusen

Sportchef Rudi Völler von Bayer Leverkusen hat sich für eine Verkürzung der Transferperiode ausgesprochen und die Klubs der Bundesliga aufgefordert, der englischen Premier League zu folgen.

"Grundsätzlich meine ich, dass wir als Bundesliga so stark sein müssen, um unser eigenes Ding durchzuziehen - so wie es die Engländer jetzt für sich entschieden haben", sagte 57-Jährige der Bild am Sonntag.


Die Premier League hatte Anfang September beschlossen, das Transferfenster künftig schon vor Saisonbeginn zu schließen. Reinhard Rauball, Präsident der Deutschen Fußball Liga (DFL), hat bereits angekündigt, im DFL-Präsidium einen entsprechenden Antrag zu stellen. Bei einem Beschluss würde die Mitgliederversammlung der DFL im Dezember entscheiden. Bislang endet die Phase für Spielerwechsel in Deutschland wie in den meisten europäischen Ligen am 31. August erst einige Spieltage nach Saisonbeginn.

Hoffnung durch Champions-League-Reform

"Es wäre wünschenswert, wenn alle großen Ligen in Europa mitziehen würden. Wobei ja nicht alle Ligen parallel starten", sagte Völler weiter: "Ich weiß durch meine Kontakte nach Italien, dass viele Vereine dort das auch so sehen."

Eine Chance sieht Völler im neuen Modus der Champions League ab kommender Saison. Dann qualifizieren sich die vier besten Teams der führenden europäischen Ligen Spanien, England, Deutschland und Italien direkt für die Königsklasse. "Bis jetzt gab es ja immer das Argument, dass Klubs noch abwarten wollten, wie die Playoffs zur Champions League verlaufen. Aber die Playoffs fallen ja ab 2018 weg", sagte er.