„Utopiefalle“: Österreichischer Professor räumt mit Irrtümern über das Grundeinkommen auf

Jonas Lotz
Das Grundeinkommen könnte aus Sicht vieler Ökonomen und Politiker gesellschaftliche Probleme lösen. (Symbolbild)

Das bedingungslose Grundeinkommen gilt bei vielen Ökonomen und Politikern als soziales Modell der Zukunft. Und auch Wirtschaftsgrößen wie dm-Gründer Götz Werner sehen darin die Antwort auf eine wirtschaftliche Entwicklung, die Arbeitnehmer vermeintlich benachteiligt. 

Allerdings hat das Grundeinkommen auch viele Kritiker. Sie befürchten, dass sich ein garantiertes Einkommen negativ auf die Produktivität und Motivation von Arbeitnehmern auswirkt. Auch vor einem Arbeitskräftemangel in weniger attraktiven Branchen warnen Kritiker.

In einem Gastbeitrag für die Tageszeitung „Der Standard“ kommentiert der österreichische Soziologie-Professor Georg Vobruba, dass die Grundeinkommensidee eine „Utopiefalle“ sei. Die Idee, dass die Menschen mit einem Grundeinkommen ohnehin weiterarbeiten würden, resultiere aus einer „bereits erfolgten Arbeitssozialisation“, schreibt der an der Universität Leipzig lehrende Vobruba. 

„Angeborene Kreativität“ genügt nicht

Vor allem heranwachsende Jugendliche stünden vor der Herausforderung, in ein „tätiges Leben“ finden zu müssen. Für Vobruba genügt das Argument der „angeborenen Kreativität“ hier nicht. Auch mit einem ausreichendem Lohn zweifelt er an, dass sich genug Arbeitskräfte finden, die „unangenehme, aber unvermeidbare Jobs“ übernehmen. 

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