Monsterdunk und No-Name schocken Harden

Ljubo Herceg
Houston Rockets gehen im Dreierregen der Utah Jazz unter

Die Utah Jazz haben in der Best-of-seven-Serie zurückgeschlagen und bei den Houston Rockets einen überraschenden 116:108-Sieg gefeiert. (SERVICE: So steht es in den NBA-Playoffs)

Mann des Abends war aber nicht etwa Houstons Superstar James Harden oder Utahs Rookie-Sensation Donovan Mitchell, sondern vielmehr der unscheinbare Joe Ingles.

Der Australier verbuchte mit 27 Punkten ein persönliches Career-High und versenkte sieben von neun Dreiern. Damit war sein Teamkollege Mitchell in den Playoffs erstmals nicht Top-Scorer der Jazz.

"Wir konnten heute nicht wie in Spiel 5 gegen OKC eine solche Führung verspielen", so Mitchell nach dem Überraschungsieg. "Alec Burks, Dante Exum, Joe Ingles: Sie alle haben heute fantastisch gespielt. Wir wollen weiter die Switches attackieren, dann haben wir in unseren Heimspielen eine gute Chance."


Mitchell schnappt sich Stockton-Rekord

Der NBA-Frischling sprang aber für Spielmacher Ricky Rubio ein, der wegen seiner Oberschenkelverletzung erneut ausfiel, und verteilte starke elf Assists, schnappte sich fünf Rebounds und erzielte 17 Punkte.

Damit schnappte sich Mitchell den Playoff-Rekord von Jazz-Legende John Stockton, der 1985 als Rookie zehn Assists verbucht hatte. 


Aufsehen erregte Mitchell auch mit dem wohl besten Dunk der diesjährigen Playoffs. Nach einem eigenen verfehlten Korbleger schnappte sich Mitchell den Ball noch in der Luft und hämmerte ihn sofort gegen drei Gegenspieler wieder in den Korb.

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Utahs Team-Basketball zu viel für Harden und Co.

Neben Mitchell und Ingles scorten noch vier weitere Jazz-Spieler zweistellig: Rudy Gobert (15), Alec Burks (17), Jae Crowder (15) und Derrick Favors (10).

Auf Seiten der Rockets hielten Chris Paul (23 Punkte) und Harden (32 Punkte) lange Zeit dagegen, gingen aber letztlich in Utahs Dreierregen unter.

Während die Jazz 15 von 32 Drei-Punkt-Würfen im Korb unterbrachten, wollte der Dreier bei den Rockets einfach nicht fallen - 27 Prozent waren zu wenig, um den 1:1-Ausgleich zu verhindern.

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Am Rande des Spiels wurde zudem bekannt, dass Utahs bisheriger Assistenztrainer Igor Kokoskov nach der Saison neuer Head Coach der Phoenix Suns wird. Damit schreibt der Serbe NBA-Geschichte.