USA verhängen Sanktionen gegen Raketenbauer


Die US-Regierung hat Sanktionen gegen zwei Nordkoreaner verhängt, die am Raketenprogramm des Regimes beteiligt sind. Das teilte das Finanzministerium in Washington mit. Die Maßnahme sei Teil der „Kampagne des maximalen Drucks“ auf die kommunistische Führung, um sie weiter zu isolieren und die koreanische Halbinsel vollständig von Atomwaffen zu befreien, erklärte Finanzminister Steven Mnuchin.

Bei den Betroffenen handelt es sich um Kim Jong Sik und Ri Pyong Chol. Beide spielen nach Angaben des Finanzministeriums eine wichtige Rolle bei der Entwicklung ballistischer Raketen. Sie sind mehrfach auf Fotos von der Durchführung von Raketentests neben Nordkoreas Führer Kim Jong Un abgebildet. Nordkorea kann nach eigenen Angaben inzwischen das gesamte US-Festland mit Atomsprengköpfen angreifen.


Unterdessen gab der russische Kreml am Dienstag bekannt, dass Russland bereit sei, als Vermittler zwischen den USA und Nordkorea zu handeln. „Die Bereitschaft Russlands, den Weg zur Deeskalation zu ebnen, ist offensichtlich“, sagte der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. „Wir wollen, dass das nordkoreanische Regime versteht, dass es einen anderen Weg gibt, den es wählen kann, aber es liegt an Nordkorea, den Kurs zu ändern und zu ernst gemeinten Verhandlungen zurückzukehren.“

US-Diplomaten haben zwar erklärt, dass sie eine diplomatische Lösung mit Nordkorea suchen, aber US-Präsident Donald Trump hat jegliche Gespräche davon abhängig gemacht, dass Pjöngjang sein Atomwaffenprogramm komplett abgibt.


Die US-Sanktionen kommen nur wenige Tage nach der Resolution, die der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen am Freitag wegen Nordkoreas Atom- und Raketentests verabschiedet hatte. Damit sollen Lieferungen von Mineralölerzeugnissen wie Benzin, Diesel und Schweröl an Nordkorea auf ein Viertel der erlaubten Menge begrenzt werden. Die von den USA eingebrachte Resolution enthält auch ein Exportverbot auf Lebensmittel und landwirtschaftliche Produkte, Maschinen, elektrische Geräte, Gesteine und einige Mineralien, Holz sowie auf Schiffe.

Nordkorea nannte die UN-Sanktionen einen „Kriegsakt“. Das nordkoreanische Atomprogramm bereitet der internationalen Gemeinschaft zunehmend Sorgen. In den vergangenen Monaten verschärften sich die Spannungen in der Region deutlich, nachdem Nordkorea mehrfach Raketen getestet und damit gegen UN-Resolutionen verstoßen hatte. US-Präsident Trump und Nordkoreas Führer Kim Jong Un überzogen sich mit harschen Drohungen.