USA verbannt Kaspersky-Virenscanner aus Behörden

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Der Einsatz von deren Anti-Virus-Software könne die nationale Sicherheit gefährden, begründete die Regierung von Präsident Donald Trump ihre Vorgabe am Mittwochabend. Man sei besorgt, dass Kaspersky anfällig für eine Einflussnahme durch den Kreml sei. Russland kritisierte den Schritt. Er könne eine Erholung der bilateralen Beziehungen erschweren, teilte die russische Botschaft in Washington mit.

Das Heimatschutzministerium forderte die Behörden auf, den Gebrauch der Software binnen 90 Tagen zu beenden. Das Ministerium erklärte, es bestehe die Gefahr, dass die russische Regierung allein oder in Zusammenarbeit mit Kaspersky den Zugang des Unternehmens zu Regierungsinformationen ausnutzen könnte. Die Entscheidung sei nach einer Risikoanalyse getroffen worden, sagte Rob Joyce, im US-Präsidialamt zuständig für Cyber-Sicherheit. Kaspersky erhalte nun die Möglichkeit, schriftlich Stellung zu nehmen.

Die weltweit aktive Softwarefirma, die zu den bekanntesten Anbietern in dem Bereich gehört, wies die Vorwürfe erneut zurück und erklärte, diese beruhten auf falschen Anschuldigungen und fehlerhaften Annahmen. Das Unternehmen hat wiederholt beteuert, keine Beziehungen zu Regierungen zu unterhalten und niemals einer Regierung bei Cyber-Spionage zu helfen. Dennoch gelingt es ihm nicht, die Unterstellungen dauerhaft abzuschütteln. In der vergangenen Woche hatte der größte US-Elektronikhändler Best Buy bekanntgegeben, die Produkte der russischen Firma aus den Regalen zu nehmen.

Kaspersky bietet auch im deutschsprachigen Raum Programme zum Schutz von PCs und mobilen Geräten an. Zu seinen Kunden zählt das 1997 gegründete Unternehmen nach eigenen Angaben mehr als 400 Millionen Privatpersonen und rund 270.000 Unternehmen. Die finanziellen Auswirkungen der US-Entscheidung dürften jedoch gering sein. Die Behörden gaben zuletzt lediglich wenige Hunderttausend Dollar für Kaspersky-Programme aus, wie aus Einkaufs-Datenbanken hervorgeht.

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