USA und Verbündete für bessere Durchsetzung der Sanktionen gegen Nordkorea

US-Außenminister Tillerson und seine kanadische Kollegin Freeland in Vancouver

Die USA und mehrere Verbündete wollen die Sanktionen gegen Nordkorea konsequenter durchsetzen. Bei einer Konferenz im kanadischen Vancouver forderten die Gastgeber, US-Außenminister Rex Tillerson und seine kanadische Kollegin Chrystia Freeland, am Dienstag die internationale Gemeinschaft auf, die Seewege nach Nordkorea besser zu kontrollieren. Die Teilnehmer bekannten sich zudem zu dem Ziel einer "vollständigen, nachweisbaren und unumkehrbaren Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel".

An den Gesprächen über den Nordkorea-Konflikt hatten seit Montag Außenminister aus 20 Ländern teilgenommen. Zur sogenannten Vancouver-Gruppe gehören unter anderem auch Südkorea, Australien, Frankreich, Indien, Japan und die Philippinen. Sie setzt sich aus Staaten zusammen, die alle im Korea-Krieg (1950-53) gekämpft hatten. China und Russland, die wichtigsten Handelspartner Nordkoreas, nahmen an dem Treffen nicht teil.

Die Spannungen auf der seit Jahrzehnten geteilten koreanischen Halbinsel hatten sich in den vergangenen Monaten verschärft. Grund dafür waren unter anderem mehrere Raketentests und der bislang gewaltigste Atomtest Pjöngjangs sowie ein heftiger verbaler Schlagabtausch zwischen US-Präsident Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un.

Seit Jahresbeginn kam jedoch Bewegung in den Konflikt, nachdem Kim in seiner Neujahrsansprache Dialogbereitschaft mit dem Süden signalisiert hatte. Am vergangenen Dienstag trafen sich erstmals seit mehr als zwei Jahren Regierungsvertreter aus Nord- und Südkorea zu direkten Gesprächen. Neben der Teilnahme Nordkoreas an den Olympischen Winterspielen verständigten sich die seit Jahrzehnten verfeindeten Nachbarstaaten auf Schritte zur militärischen Deeskalation.