USA unterstützt IOC: "Kann sich noch viel ändern"

Sportinformationsdienst

In der Diskussion um eine mögliche Verschiebung oder Absage der Olympischen Spiele in Tokio (24. Juli bis 9. August) hat IOC-Präsident Thomas Bach Unterstützung durch den mächtigen US-Sport erhalten.

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Susanne Lyons, Vorsitzende des Olympischen und Paralympischen Komitees der USA (USOPC), hält eine Entscheidung über die Absage der Spiele aufgrund der Coronakrise für verfrüht und im Moment nicht notwendig.

US-Funktionärin sieht noch viel Zeit bis zur Entscheidung

"Ich denke, wir können dem IOC beipflichten und sagen, dass wir mehr Expertise und Informationen brauchen, als wir sie derzeit haben, um diese Entscheidung zu treffen", sagte Lyons in einer Konferenzschaltung mit Journalisten.


Zudem halte sie eine Entscheidung auch zeitlich noch nicht für nötig. "Wir müssen die Entscheidung nicht treffen. Die Spiele sind nicht nächste Woche oder in zwei Wochen. Sie sind in vier Monaten", sagte sie. In diesen vier Monaten, so Lyons, "kann sich viel verändern."

Offenbar spricht Lyons aber nicht mit der Stimme des gesamten US-Sports. Der nationale Schwimmverband verfasste einen Offenen Brief an das USPOC und bat darin eindringlich darum, sich für eine Verschiebung der Spiele stark zu machen.

Auch andere Stimmen in den USA

"Unsere Athleten stehen unter enormem Druck, Stress, und sie haben Angst. Ihre mentale Gesundheit und ihr Wohlergehen sollten aber höchste Priorität haben", heißt es in dem Schreiben, das von Verbandsboss Tim Hinchey unterzeichnet ist.

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"Aufgrund dieser Sorgen bitten wir voller Respekt darum, dass das Olympische und Paralympische Komitee der USA für eine Verschiebung der Olympischen Spiele 2020 in Tokio um ein Jahr plädiert", heißt es weiter.

Trotz internationalen Drucks aufgrund der Ausbreitung der Pandemie hält das Internationale Olympische Komitee (IOC) mit Bach an der Spitze weiter an dem Zeitplan fest, die Spiele Ende Juli zu eröffnen.