USA setzen Belohnung für Hinweise auf in Syrien entführten Journalisten aus

Die Eltern von Austin Tice, Marc und Debra Tice

Die US-Bundespolizei FBI hat eine hohe Belohnung für Hinweise auf einen in Syrien entführten Journalisten ausgesetzt. Informationen, die zur Auffindung des 2012 verschleppten Austin Tice führten, würden mit einer Million Dollar (etwa 812.000 Euro) belohnt, teilte das FBI mit. Der freiberufliche Journalist war am 14. August 2012 in der Nähe von Damaskus entführt worden. Es wird nicht davon ausgegangen, dass die Dschihadistemiliz Islamischer Staat (IS) den 36-Jährigen in ihrer Gewalt hat.

Nach seinem Verschwinden war ein Video aufgetaucht, in dem offenbar Austin Tice mit verbundenen Augen zu sehen ist. Damals hatten US-Behördenvertreter gesagt, sie könnten die Echtheit des Videos nicht verifizieren, es sei aber wahrscheinlich, dass Tice in der Gewalt der syrischen Führung unter Präsident Baschar al-Assad sei.

Tice arbeitete für große US-Medien wie das Verlagshaus McClatchy News, die Zeitung "Washington Post" und den Fernsehsender CBS, aber auch für die britische BBC und die Nachrichtenagenturen AFP und Associated Press. Für seine Arbeit als Kriegsreporter wurde er mehrfach ausgezeichnet. Syrien ist nach Angaben von Reporter ohne Grenzen der gefährlichste Ort für Journalisten. In dem Bürgerkriegsland wurden demnach bereits hunderte Reporter festgenommen, entführt oder getötet.