USA: Schwebende Hausverkäufe sinken überraschend

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WASHINGTON (dpa-AFX) - Die noch nicht abgeschlossenen Hausverkäufe in den USA sind im November überraschend gefallen. Die Zahl ging um 2,6 Prozent zum Vormonat zurück, wie die Maklervereinigung National Association of Realtors (NAR) am Montag in Washington mitteilte. Volkswirte wurden von der Entwicklung überrascht. Sie hatten im Schnitt mit einer Stagnation gerechnet. Im Oktober waren die Verkäufe um revidierte 0,9 Prozent (zunächst 1,1 Prozent) gefallen.

Damit sind die Hausverkäufe bereits den dritten Monat in Folge gesunken, nachdem sie in den Monaten zuvor stark gestiegen waren. Vor allen im Mai und Juni hatte es starke Zuwächse bei den Verkaufszahlen gegeben. In den Monaten März und April war es allerdings wegen der Corona-Krise jeweils zu drastischen Einbrüchen gekommen. Der Markt konnte diese Verluste trotz der jüngsten Dämpfer mehr als wettmachen. So stieg die Zahl der schwebenden Hausverkäufe im November im Jahresvergleich um 16,0 Prozent.

Die schwebenden oder noch nicht ganz abgeschlossenen Hausverkäufe gelten als Frühindikator für den Häusermarkt in den USA, da sie die Lage zu einem frühen Zeitpunkt im Transaktionsprozess abbilden.