USA schicken wegen Coronavirus-Epidemie auch Dollar-Scheine in Quarantäne

Dollar-Scheine aus Asien werden für mindestens sieben Tage zurückgehalten

Wegen der Coronavirus-Epidemie müssen in den USA auch Geldscheine in Quarantäne: Dollar-Noten, die aus Asien in die USA gelangen, würden seit dem 21. Februar für einen "verlängerten Zeitraum" zurückgehalten, sagte eine Sprecherin der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) am Freitag. US-Bürger müssten sich jedoch keine Sorgen vor Engpässen bei der Bargeld-Versorgung machen, betonte die Sprecherin.

Die neuen Sicherheitsstandards sähen vor, dass Dollar-Scheine, die aus China oder anderen asiatischen Ländern in die USA kommen, für mindestens "sieben bis zehn Tage" im Depot der Fed verbleiben, sagte die Sprecherin. Normalerweise üblich sei eine Zurückhaltung neu ins Land gekommener Dollar-Scheine für einen Zeitraum von fünf bis 60 Tagen.

Die Fed sei darauf vorbereitet, die Standards für neu ins Land gekommene Geldscheine zusätzlich anzupassen, sollten die Gesundheitsbehörden oder das Außenministerium "spezifische zusätzliche Risiko-Staaten identifizieren", sagte die Sprecherin. Sie betonte zudem, dass eine Unterversorgung mit Bargeld unwahrscheinlich sei. Die Fed habe einen Reserve-Bestand mit neuen Geldscheinen, die ausgegeben würden, "sollte die Notwendigkeit je auftreten".

Auch in China, wo das neuartige Coronavirus im Dezember seinen Ausgang genommen hatte, werden alte Geldscheine seit Mitte Februar für einen längeren Zeitraum eingelagert - nachdem sie desinfiziert wurden. Die chinesische Zentralbank rief alle Banken auf, ihre Kunden möglichst nur mit neuen Geldscheinen zu versorgen. Allerdings nutzen immer weniger Chinesen zum Bezahlen Bargeld - viele Menschen in der Volksrepublik zahlen inzwischen hauptsächlich per Smartphone.