USA-Russland: Auge um Auge, Zahn um Zahn?

Die Spannunen zwischen Washington und Moskau verschärfen sich erneut.

Die USA haben Russland aufgefordert, das russische Konsulat in San Francisco sowie einige Abteilungen des Konsulats in New York zu schließen.

Die Aufforderung Washingtons ist die Reaktion auf die Ausweisung hunderter US-Angestellter aus Moskau.

In einem Telefongesgespräch mit seinem US-Amtskollegen Rex Tillerson bedauerte der russsische Außenminister Sergej Lawrow die jüngste Entwicklung.

Russland werde die aktuelle Lage überdenken, meinte Lawrow.

Washington reagierte mit der Auffoderung zur Schließung der Konsulate auf den Schritt Russlands, Hunderte US-Diplomaten aus Moskau auszuweisen. Die Aufforderung der USA diene nun dem Ziel, die diplomatischen Kapazitäten anzugleichen, nachdem die USA die Forderung Russlands umgesetzt hätten.

“Wir glauben, dass diese Aktion ungerechtfertigt und nachteilig für die Beziehungen beider Länder war”, hieß es in einer Stellungnahme von Ministeriumssprecherin Heather Nauert in Bezug auf die Ausweisung von US-Diplomaten. Nun würden jedem Land drei Konsulate im jeweils anderem Land bleiben. Die USA hätten jedoch auf eine volle Angleichung verzichtet, um die Abwärtsspirale zu stoppen.

Die Ausweisung der US-Bürger aus Russland Anfang August 2017 galt als Reaktion Moskaus auf die verschärften US-Sanktionen. Die Hoffnungen, dass sich die Beziehungen zwischen Washington und Moskau unter Donald Trump verbessern, haben sich bisher nicht erfüllt.

Dennoch berichtet die russische Agentur TASS von einem bevorstehenden Treffen Lawrows mit Tillerson im September.

#Lavrov, #Tillerson agree to meet in September https://t.co/hQDbxvrU8d— TASS (@tassagency_en) 31. August 2017