USA und Mexiko verstärken trotz Spannungen Zusammenarbeit bei Grenzfragen

Mexikos Außenminister Videgaray und US-Ministerin Nielsen

Die USA und Mexiko wollen trotz angespannter Beziehungen ihre Zusammenarbeit beim Zoll und bei der Grenzsicherheit verstärken. Niemand solle "die Stärke und die Verpflichtung" der US-Regierung zur Partnerschaft mit Mexiko unterschätzen, sagte US-Heimatschutzministerin Kirstjen Nielsen, die am Montag zur Unterzeichnung dreier Abkommen nach Mexiko-Stadt gereist war. "Wir sind Nachbarn, wir sind Verbündete, wir sind Freunde", fügte sie auf Spanisch hinzu und kündigte weitere Abkommen an.

Die Beziehungen der beiden Länder sind durch die wiederholten Anfeindungen des US-Präsidenten Donald Trump gegen den südlichen Nachbarn belastet. Trump hat mehrfach mexikanische Einwanderer attackiert, eine Neuverhandlung des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens Nafta durchgesetzt und besteht darauf, dass Mexiko für die geplante Grenzmauer zahlt. Mexikos Präsident Enrique Pena Nieto hat deshalb schon zweimal geplante Besuche in Washington abgesagt.

Es sei richtig, dass die USA und Mexiko in einigen Dingen unterschiedlicher Meinung seien, sagte Mexikos Außenminister Luis Videgaray bei einer Pressekonferenz mit Nielsen am Montag. Diese Streitigkeiten dürften jedoch nicht die Beziehung zwischen den beiden Ländern bestimmen. "Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt auf den Bereichen, in denen wir übereinstimmen", erklärte Videgaray.

Konkret geht es in den der Vereinbarungen um den gemeinsamen Kampf gegen Schmuggel und gefälschte Waren, gemeinsame Zollinspektionen von Handelsschiffen sowie beschleunigte Gesundheitsuntersuchungen von Landwirtschaftserzeugnissen.