USA und Mexiko vereinbaren Ausbau der Zusammenarbeit im Anti-Drogenkampf

Peña Nieto (l.) und Tillerson in Mexiko-Stadt

Beim Mexiko-Besuch von US-Außenminister Rex Tillerson haben beide Staaten den Ausbau ihrer Zusammenarbeit beim Anti-Drogenkampf vereinbart. Nach einem Treffen mit seinem mexikanischen Kollegen Luis Videgaray und der kanadischen Außenministerin Chrystia Freeland am Freitag in Mexiko-Stadt sagte Tillerson, Rauschgift - Kokain, Heroin, Fentanyl und andere Opioide - habe "fürchterliche Auswirkungen" in allen drei Ländern.

Die Beziehungen zwischen den USA und Mexiko sind seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump gespannt. Ein Grund sind dessen Pläne zum Bau einer Mauer an der mexikanischen Grenze. Der US-Präsident begründet sie mit der Notwendigkeit, "illegale Einwanderer" abzuhalten und den Drogenhandel zu unterbinden. Auf Drängen Trumps wird im kommenden Monat zudem über das Freihandelsabkommen Nafta zwischen den USA, Mexiko und Kanada neu verhandelt. Wenn die Neuverhandlungen keine Verbesserungen für die USA bringen, will Trump das Abkommen ganz aufkündigen.

Das umstrittene Thema des Grenzwalls zwischen den USA und Mexiko war Videgaray zufolge kein Gesprächsgegenstand. Es handle sich dabei um interne Entscheidungen der US-Regierung. Tillerson sagte, der Mauerbau und die Abschiebung von Menschen ohne gültige Papiere sei Teil der Politik von Recht und Ordnung in den USA.

Der US-Außenminister traf später mit dem mexikanischen Staatschef Enrique Peña Nieto zusammen. Peña Nieto sagte anschließend, beide Länder seien dabei eine "gute Arbeitsbeziehung" aufzubauen. Tillerson kommentierte vor dem Personal der US-Botschaft, angesichts der vielen gemeinsamen Interessen beider Länder dürfe der Zusammenarbeit nichts entgegenstehen.

Tillerson flog am Freitag von Mexiko nach Argentinien. Weitere Stationen seiner Lateinamerikareise sind Peru, Kolumbien und Jamaika.