USA, Kanada und Mexiko verhandeln über Freihandelsvertrag Nafta

dpa-AFX

MEXIKO-STADT (dpa-AFX) - Die Neuverhandlungen zum Nordamerikanischen Freihandelsabkommen (Nafta) gehen in die zweite Runde. Unterhändler aus Mexiko, den USA und Kanada kamen am Freitag zu Gesprächen über die Zukunft des Binnenmarkts in Mexiko-Stadt zusammen. Der über 20 Jahre alte Vertrag muss auf Druck der USA nachverhandelt werden, weil Präsident Donald Trump die Vereinigten Staaten benachteiligt sieht.

"Wir wollen nicht gewinnen. Wir setzen nicht darauf, dass es einen einzelnen Gewinner gibt. Alle sollen gewinnen. Ich hoffe, dass wir das in den nächsten Monaten erreichen können", sagte Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto vor Beginn der Gespräche.

US-Präsident Donald Trump und Kanadas Premierminister Justin Trudeau zeigten sich nach einem Telefonat hoffnungsvoll, bis Ende des Jahres eine Einigung zu erzielen, wie das Weiße Haus mitteilte. Zuvor hatte Trump die Verhandlungen als schwierig bezeichnet und erneut einen Ausstieg aus dem Vertrag ins Gespräch gebracht.

Nafta ist das größte Freihandelsabkommen der Welt. Der Binnenmarkt umfasst 460 Millionen Menschen und verfügt über eine gemeinsame Wirtschaftsleistung von rund 20 Billionen US-Dollar (16,7 Bio Euro). Der Handel zwischen den drei Teilnehmern beträgt rund eine Billion Dollar.