USA fordern Freilassung politischer Gefangener im Iran

dpa-AFX

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die USA haben den Iran aufgerufen, sofort alle politischen Gefangenen freizulassen. Dies gelte auch für die bei den jüngsten Protesten Inhaftierten, heißt es in einer Stellungnahme des Weißen Hauses vom Mittwoch. Die Demonstranten hätten legitime Forderungen erhoben wie etwa nach einem Ende der Korruption, der von der Regierung ausgehenden Gewalt und der Geldverschwendung für militärische Abenteuer.

"Das Regime im Iran behauptet, die Demokratie zu unterstützen, aber wenn das eigene Volk sein Streben nach einem besseren Leben und einem Ende der Ungerechtigkeit zum Ausdruck bringt, zeigt es (das Regime) wieder einmal sein brutales Wesen", heißt es in der Stellungnahme weiter.

Bei den jüngsten Unruhen im Iran sollen 3700 Menschen festgenommen worden sein, darunter wohl mehr als 100 Studenten. Zuletzt hatte auch Präsident Hassan Ruhani die Freilassung zumindest der Studenten verlangt. Er liegt darüber im Konflikt mit dem mächtigen Klerus um den religiösen Führer und mächtigsten Mann in der Islamischen Republik, Ajatollah Ali Chamenei.