China sieht sich in einem möglichen Handelskrieg als Sieger

Die beiden größten Volkswirtschaften sind auf Kollisionskurs. China betont zwar seine Gesprächsbereitschaft, sieht sich aber auch in einer starken Position.


Der Handelsstreit zwischen den USA und China eskaliert: Die beiden größten Volkswirtschaften wollen sich gegenseitig mit Strafzöllen von 25 Prozent auf Einfuhren in Höhe von jeweils 50 Milliarden US-Dollar im Jahr überziehen. Die aktuellen Entwicklungen im Newsblog.


+++ 5. April, 08:21 Uhr +++

China: „Es ist ein Spiel zwischen zwei globalen Riesen“

China hat sich demonstrativ zuversichtlich gezeigt, einen Handelskrieg mit den USA gewinnen zu können. In einem Kommentar des Parteiorgans „Volkszeitung“ (Renmin Ribao) hieß es am Donnerstag: „Die US-Wirtschaft wird einen schweren Schlag hinnehmen müssen, wenn sie den weltgrößten Verbrauchermarkt in China verliert.“
In den Handelsspannungen zwischen China und den USA sei es nicht mehr so, dass der Stärkere den Schwächeren schikanieren könne. „Es ist ein Spiel zwischen zwei globalen Riesen.“ Das schnelle Wachstum in China habe die Balance zunehmend zugunsten eines chinesischen Sieges verschoben, hieß es in dem Kommentar unter der Überschrift: „In diesem Handelskrieg hat China den Mut zu gewinnen.“


+++ 5. April, 04:30 Uhr +++

China setzt in Handelsstreit mit USA auf Gespräche

China hält im Zollstreit die Tür für Verhandlungen mit den USA offen. Dies sei weiterhin der bevorzugte Weg für die Regierung in Peking, „aber dazu gehören immer zwei“, sagte der chinesische Botschafter in den USA, Cui Tiankai am Mittwoch nach einem Treffen mit dem amtierenden US-Außenminister John Sullivan. „Wir werden sehen, was die USA machen.“


+++ 5. April, 01:00 Uhr +++

US-Konzerne appellieren im Handelsstreit an USA und China

Angesichts des sich zuspitzenden Handelsstreits zwischen USA und China haben führende US-Konzerne die Regierungen zur Mäßigung aufgerufen. „Wir drängen beide Länder, sich in einem konstruktiven Dialog zu engagieren und eine nachhaltige Handelspolitik zu verfolgen“, teilte der größte US-Autobauer General Motors am Mittwoch (Ortszeit) mit.

Ford forderte die Regierungen zur Zusammenarbeit auf, um eine Lösung für die Probleme zwischen den beiden wichtigen Volkswirtschaften zu finden. Der Flugzeugbauer Boeing zeigte sich indes zuversichtlich, dass der Dialog fortgesetzt werde. Beide Regierungen hätten zwar Pläne umrissen, die der Luftfahrtindustrie schaden könnten. Bislang seien diese „drastischen Maßnahmen“ aber nicht umgesetzt worden.


+++ 4. April, 20:26 Uhr +++

Trump-Berater Kudlow: Vielleicht kommen Zölle gegen China nicht

Donald Trumps neuer Chef-Wirtschaftsberater Larry Kudlow hält es für möglich, dass die US-Strafzölle gegen China nicht in Kraft treten werden. Kudlow, der vor wenigen Tagen Gary Cohn im Amt nachfolgte, sagte am Mittwoch Reportern in der Einfahrt des Weißen Hauses, der US-Präsident sei letztlich ein Anhänger des freien Handels. Trump wolle das Problem so schmerzlos wie möglich lösen.

Zu Chinas Ankündigung, seinerseits Strafzölle zu verhängen, sagte Kudlow dem Fernsehsender Fox Business: „Wir sollten nicht überreagieren, mal sehen, wie das alles ausgeht. Am Ende dieses ganzen Prozesses, dem Ende des Regenbogens, steht ein Topf voll Gold.“


+++ 4. April, 14:29 Uhr +++

EU kündigt Prüfung von US-Zöllen gegen China an

Die EU hat eine unabhängige Überprüfung der geplanten US-Strafzölle auf Produkte aus China angekündigt. „Die EU ist davon überzeugt, dass Maßnahmen immer im Regelungsrahmen der Welthandelsorganisation WTO ergriffen werden sollten“, sagte ein Sprecher der zuständigen EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel. Die EU unterstütze keine Maßnahmen, die gegen WTO-Recht verstießen.

Wann die EU-Überprüfung abgeschlossen sein wird und welche Konsequenzen ein für die USA negatives Ergebnis haben könnte, sagte der Sprecher nicht. Er wies lediglich darauf hin, dass derzeit noch nicht alle Details zu den neuen US-Zöllen verfügbar seien.


+++ 4. April, 10.01 Uhr +++

Peking verhängt Strafzölle auf 106 US-Waren

Im Handelsstreit mit den USA hat China mit gleicher Münze zurückgeschlagen. Das Finanzministerium in Peking kündigte am Mittwoch neue Zölle auf 106 US-Produkte im Gesamtvolumen von 50 Milliarden Dollar an. So sollen zusätzliche 25 Prozent etwa auf Sojabohnen, Autos und chemische Produkte erhoben werden. Auch Whisky, Zigarren, Mais und Orangensaft sowie einige Flugzeugtypen sind demnach betroffen.

Wann genau die neuen Zölle in Kraft treten, soll zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben werden, hieß es im staatlichen Fernsehen. Der finanzielle Rahmen ist genauso hoch wie bei den neuen US-Zollplänen.




+++ 4. April, 5.04 Uhr +++

Trump kündigt neue Strafzölle auf 1300 Produkte aus China an

Die USA haben eine Liste mit Produkten aus China vorgelegt, auf die sie künftig Strafzölle erheben wollen. Damit sollen nach Angaben des US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer jedes Jahr Importe im Wert von bis zu 50 Milliarden Dollar mit empfindlichen Abgaben belegt werden.

Auf 1300 Produkte sollen Strafzölle von 25 Prozent erhoben werden. Der Fokus liegt dabei auf Hightech-Produkten. Dazu zählen etwa Industrieroboter, Lithium-Batterien und Ausrüstung für Telekommunikation.


+++ 2. April, 1.50 Uhr +++

China erhebt Strafzölle auf 128 US-Produkte

China hat seine Drohungen wahr gemacht und auf 128 US-Produkte Strafzölle verhängt. Die Zölle belaufen sich bei 120 Produkten auf 15 Prozent. Bei weiteren acht Produkten sogar auf 25 Prozent, wie das chinesische Finanzministerium in Peking mitteilte. Chinas Strafzölle lesen sich wie ein Einkaufszettel: Neben Schweinefleisch stehen Wein, Nüsse und Obst auf der Liste.

Peking bezeichnete die Zölle als Reaktion auf die US-amerikanischen Strafzölle auf Stahl und Aluminium, die Trump im März erlassen hatte.




+++ 31. März, 8.53 Uhr +++

Altmaier will Handelskompromiss bis Sommer

Im Handelskonflikt mit den USA sucht Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) nach einer schnellen Einigung. „Ich bin zuversichtlich, dass die EU und die USA bis zum Sommer zu einem vernünftigen Kompromiss finden können“, sagte Altmaier dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. Man sei sich mit der US-Regierung einig, gemeinsam gegen Überkapazitäten auf dem weltweiten Stahlmarkt vorzugehen, die ihren Ausgangspunkt auch in China hätten.


+++ 29. März, 3.24 Uhr +++

USA geben China eine 60-tägige Schonfrist

Die angekündigten höheren Strafzölle auf chinesische Produkte werden möglicherweise erst Anfang Juni in Kraft treten. Der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer sagte dem Sender CNBC.

Er erwarte, dass 60 Tage über die Liste der Produkte in den USA debattiert werde. „Wir wollen der Öffentlichkeit die Möglichkeit geben, über die guten und die schlechten Dinge auf der Liste zu sprechen.“ Zuvor war eine Frist von 30 Tagen angedacht.




+++ 28. März, 4.22 Uhr +++

USA einigt sich mit Südkorea auf neues Handelsabkommen

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat sich mit Südkorea auf eine Änderung des gemeinsamen Freihandelsabkommens verständigt. Man habe mit der südkoreanischen Regierung eine Grundsatzvereinbarung darüber getroffen, bestätigte ein Regierungsvertreter am Dienstagabend in Washington. Südkoreas Handelsministerium hatte dies bereits am Montag mitgeteilt.


+++ 26. März, 9.26 Uhr

USA schicken China eine To-Do-Liste

Im drohenden Handelskrieg haben die USA einem Medienbericht zufolge China aufgefordert, Zölle auf amerikanische Autos zu senken und US-Firmen größeren Zugang zu seinem Finanzsektor einzuräumen. Außerdem solle die Volksrepublik mehr Halbleiter aus den USA importieren, berichtete das „Wall Street Journal“ am Montag unter Berufung auf Insider.


+++ 26 März, 0:37 Uhr +++

Trump ohne Angst vor einem Handelskrieg mit China

US-Präsident Donald Trump hat nach Worten von Finanzminister Steven Mnuchin keine Angst vor einem Handelskrieg mit China. „Wir werden mit unseren Zöllen fortfahren. Wir arbeiten daran“, sagte Mnuchin am Sonntag dem Sender Fox News. Trump habe trotz der von China angedrohten Vergeltungsmaßnahmen nicht die Absicht, einen Rückzieher bei seinen Plänen zu machen.

Trump hatte am Donnerstag höhere Zölle angekündigt, die sich speziell gegen die Volksrepublik richten. Betroffen sind Produkte im Wert bis zu 60 Milliarden Dollar.


+++ 25. März, 18.04 Uhr +++

Altmeier will USA bei Autozöllen entgegenkommen

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier will den Handelskonflikt mit den USA entschärfen. Der Vertraute von Kanzlerin Angela Merkel ist bereit, dafür den Amerikanern beim Streitthema Autozölle weit entgegenzukommen.

Für Altmaier wäre es denkbar, die Zölle für Pkw-Einfuhren auf amerikanisches Niveau zu senken, um damit die von Trump geforderte Fairness in den Handelsbeziehungen herzustellen.


+++ 23. März, 1.20 Uhr +++

China will Zölle auf US-Produkte erhalten

Als Reaktion auf milliardenschwere Strafzölle der USA will China mit Handelsstrafen gegen Washington antworten. Geplant sind Zölle im Umfang von drei Milliarden Dollar, wie das Pekinger Handelsministerium am Freitag mitteilte.

Auf US-Schweinefleisch soll demnach ein Einfuhrzoll in Höhe von 25 Prozent erhoben werden. Für Stahlrohre, Früchte und Wein sind Zölle in Höhe von 15 Prozent vorgesehen.




+++ 22. März, 15.42 Uhr +++

EU soll Ausnahmeregelung bei US-Strafzöllen erhalten

Die Europäische Union soll Ausnahmeregelungen bei den von US-Präsident Donald Trump verhängten Strafzöllen auf Stahl und Aluminium erhalten. Das sagte Trumps Handelsbeauftragte Robert Lighthizer am Donnerstag vor einem Ausschuss des US-Senats.

Die zunächst vorübergehend angelegten Ausnahmen beträfen neben den EU-Staaten auch Argentinien, Brasilien, Australien und Südkorea.


+++ 21. März, 13.23 Uhr +++

EU und China bereiten Maßnahmen gegen US-Zölle vor

Im Handelsstreit mit den USA stehen die Zeichen auf Konfrontation. Die EU zeigte sich am Mittwoch bereit, ein Bündel von Maßnahmen umzusetzen, sollten neue US-Zölle auf Stahl und Aluminium in der Nacht von Freitag aus Samstag greifen.

Die Bundesregierung äußerte sich optimistisch, die Einheit der 28 EU-Mitgliedsländer in dieser Frage bewahren zu können. Auch China kündigte Maßnahmen zum Schutz seiner Industrie an.


+++ 20. März, 7.25 Uhr +++

China warnt USA vor Handelskrieg

China hat die USA vor einem Handelskrieg mit China gewarnt. Auf einer Pressekonferenz zum Abschluss der Tagung des Volkskongresses am Dienstag in Peking sagte Regierungschef Li Keqiang: „Wir glauben, dass ein Handelskrieg niemandem nutzt, und niemand als Sieger aus einem Handelskrieg hervorgeht.“

Eine solche Auseinandersetzung widerspreche auch dem Handel an sich, der durch Konsultationen, Verhandlungen und Dialog geführt werde.


+++ 13. März, 23.43 Uhr +++

Trump plant milliardenschwere Zölle gegen China

US-Präsident Donald Trump will laut US-Medienberichten milliardenschwere Zölle gegen China verhängen. Die Maßnahmen würden „in sehr naher Zukunft“ erwartet, sagte ein hochrangiger US-Regierungsvertreter am Dienstag gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Laut Informationen der Nachrichtenseite „Politico“ könnten die Regulierungen bereits in der kommenden Woche offiziell verkündet werden.


+++ 11. März, 5.21 Uhr +++

Trump droht deutschen Autobauern mit Strafzöllen

US-Präsident Donald Trump hat den Europäern erneut mit höheren Zöllen auf Autoimporte gedroht – und diesmal nicht nur im Fall von Vergeltungsmaßnahmen für die von ihm verhängten Strafzölle auf Stahl und Aluminium. Autos seien wirklich das große Problem, sagte der Republikaner mit Blick auf die EU und drohte: „Wir werden Mercedes-Benz mit Zöllen belegen, wir werden BMW mit Zöllen belegen.“


+++ 8. März, 21.09 Uhr +++

USA verhängen Einfuhrzölle auf Stahl und Aluminium

Die USA verhängen weltweite Einfuhrzölle auf Stahl in Höhe von 25 Prozent und auf Aluminium in Höhe von zehn Prozent. Ausgenommen werden zunächst nur die Nachbarn Mexiko und Kanada, wie Präsident Donald Trump am Donnerstag in Washington bekanntgab. Die Zölle sollen innerhalb von 15 Tagen in Kraft treten


+++ 1. März, 18.52 Uhr +++

Trump kündigt Strafzölle für Stahl und Aluminium an

Donald Trump hat angekündigt, dass die lange angedrohten Strafzölle auf Stahl- und Aluminium-Einfuhren tatsächlich kommen werden. Die Strafzölle sollen sogar noch radikaler ausfallen, als Trumps Handelsminister Wilbur Ross es Trump nahegelegt habe.

Trump erklärte, er wolle bereits in der kommenden Woche Importzölle in Höhe von 25 Prozent für Stahl und von zehn Prozent für Aluminium einführen. „Das wird für eine lange Zeit gelten“, fügte Trump hinzu.