USA beschuldigen Schweiz und Vietnam der Währungsmanipulation

·Lesedauer: 1 Min.

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die US-Regierung hat erstmals die Schweiz und Vietnam der Währungsmanipulation bezichtigt. Beide Länder hätten in den vier Quartalen bis Ende Juni 2020 in unfairer Weise ihre Währungen gegenüber dem US-Dollar beeinflusst, teilte das US-Finanzministerium am Mittwoch in Washington mit. Kurz vor dem Regierungswechsel werden damit noch Konflikte mit zwei weiteren Handelspartnern eskaliert. Im vergangenen Jahr hatte die Regierung von Präsident Donald Trump solche Vorwürfe bereits gegen China erhoben, dann allerdings im Januar 2020 wieder zurückgezogen.

Auch Deutschland haben die USA schon länger wegen des Verdachts unfairer Währungspraktiken auf dem Kieker - die Bundesrepublik zählt zu zehn Ländern auf einer entsprechenden Beobachtungsliste des Finanzministeriums. Durch eine gezielte Schwächung der eigenen Währung können Länder ihre Exportwirtschaften stärken, da sich deren Waren dadurch im Ausland verbilligen. Trump beschuldigte in den vergangenen Jahren immer wieder große Handelspartner der USA, ihre Währungen zu manipulieren, um so die eigene Wirtschaft zu stützen.